Bußgelder im Ausland

Bußgelder und Mautgebühren im Ausland - Die 10 wichtigsten Tipps

 
 
Verkehrskontrolle im Ausland - das kann sehr teuer werden
 
 

Zu hohe Geschwindigkeit, verkehrswidrig  geparkt, Vignette falsch angeklebt: Verkehrsverstöße werden im Ausland zum Teil höher bestraft als in Deutschland. Und es gibt Verkehrssünden, die es hierzulande gar nicht gibt. Damit Sie keine unanhgehmen Überraschungen in Ihrem Urlaub erleben, haben wir hier die 10 wichtigsten Tipps zusammengestellt, um hohe Bußgelder im Ausland zu vermeiden.

 
 

Andere Länder, andere Sitten..

Muss man Knöllchen aus dem Ausland denn wirklich bezahlen?

Wir klären diese Fragen und mehr in unserer Hitliste der wichtigsten Tipps rund um Auslands-Bußgelder und Mautgebühren:

 
 
 

Unsere Top 10 Tipps rund um Bußgelder & Mautgebühren im Ausland

Nr. 1

Unbedingt langsam fahren in Italien! Punkte, die Sie in Italien ansammeln, werden zwar nicht auf das deutsche Punktekonto angerechnet, da hier eine ganz andere Vorgehensweise mit Punkten gehandhabt wird als in Deutschland. Trotzdem Vorsicht: Auch Strafzettel aus Italien landen bei Ihnen zu Hause und diese haben es in sich! Bei Geschwindigkeitsvergehen in Italien drohen Strafen bis zu 3.000 Euro oder mehr.

Nr. 2

Aufgepasst in unseren Nachbarländern: Auch hier sollte man sich vor jeder Fahrt in einer Bußgeldtabelle des Urlaubsziels ausführlich informieren. In Österreich drohen äußerst hohe Geldstrafen für Verkehrstverstöße. Außerdem kann Ihnen auch dort der Führerschein entzogen werden und dann darf man (zumindest in Österreich) kein Auto mehr fahren.

Nr. 3

Super Tipp, der Zeit und Mühe spart: Mautgebühren kann man auch online zahlen. Beispiel Norwegen: Hier funktioniert alles vollautomatisch wenn man sich vorher mit Kreditkarte und Nummernschild bei einem Online Maut Dienst angemeldet hat.

Nr. 4

Eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen ist Spanien: Ein Tipp: Auch hier herrscht beispielsweise Warnwestenpflicht und anders als in Deutschland wird man auch gleich zur Kasse gebeten, sollte man ohne Weste erwischt werden. In Ländern wie Spanien und Italien sollte man immer beachten: Hier verjähren Bußgelder erst nach vier oder fünf Jahren, das bedeutet bei einer erneuten Urlaubsreise kann Sie das unter Umständen teuer zu stehen können.

Nr. 5

Einer der wichtigsten Tipps rund um Bußgelder und Mautgebühren im Ausland ist sicherlich: Ignorieren Sie Bußgeldbescheide in keinem Fall! Sonst werden die Kosten in jedem Fall ansteigen oder man hat am Ende ein Inkassoverfahren in Deutschland am Hals.

Nr. 6

Wie ist der Ablauf des Vollstreckungsverfahren bei Auslands-Knöllchen?

Das Bundesamt für Justiz (Bfj) prüft den Bescheid und dann haben Sie in der Regel 14 Tage Zeit, Stellung zu nehmen. Wenn man keinen Widerspruch einlegt, dann ist der Bußgeldbescheid rechtskräftig. - Wann lehnt das Bfj die Rechtskräftigkeit ab? Das geschieht in der Regel dann, wenn es sich um weniger als 70 Euro handelt oder der Bescheid nicht verständlich bzw. nicht auf Deutsch ist.

Im Zweifelsfall kann es sich lohnen, mit einem Anwalt vor Ort Kontakt aufzunehmen. Vorsicht bei Schreiben von ausländischen in Inkassobüros! Das sollte man immer genau prüfen lassen.

Nr. 7

Man sollte, genau wie zu Hause, auch im Ausland folgende Vergehen unterlassen, damit es zu keinen teuren Strafen kommen kann – Wichtig: Für diese Vergehen herrscht Auskunftspflicht und die Behörden informieren sich untereinander:

  • Trunkenheit am Steuer
  • Geschwindigkeitsübertretungen
  • Nicht-Anlegen des Sicherheitsgurtes
  • Überfahren einer roten Ampel
  • Fahren auf Fahrstreifen
  • Handy am Steuer &
  • Teilweise auch Parkverstöße

Nr. 8

Auch in unseren TOPTEN - Wichtig zu wissen: In Deutschland gilt das Verschuldungsprinzip, das heißt der Schuldige ist der Fahrer des Fahrzeugs. In vielen Ländern ist das aber anders. Hier gilt die Halterhaftung, das bedeutet, dass hier erst mal der Halter des Fahrzeugs ermittelt wird. Das hat zur Folge, dass oft nicht der verantwortliche Fahrer im Bild festgehalten wurde und somit eine Ermittlung des Schuldigen schwierig ist.

Nr. 9

Achtung bei Mautgebühren im Ausland: Sogar wenn man die Vignette an die falsche Stelle klebt (nicht an der richtigen Stelle der Frontscheibe) wird man zur Kasse gebeten. Auch hier lohnt es sich, peinlich genau zu sein. Dasselbe gilt für die Trägerfolie der Mautvignette. Diese sollte man in jedem Fall ganz ablösen, sonst riskiert man einen Mautverstoß.

Nr. 10

Unser Platz Zehn: Der wichtigste Tipp zum Schluss versteht sich fast von selbst: Mautgebühren sollte man in jedem Fall immer zahlen! Denn Mautpreller werden gar nicht gern gesehen und müssen im Nachhinein tief in die Tasche greifen.

Bedenken Sie also generell vor jeder Urlaubsreise mit dem Auto die Kosten für Vignetten und Maut im Ausland! In den Alpen Ländern wie Österreich, Schweiz, Italien oder Frankreich können auch bei Brücken und Tunnel zusätzliche Kosten (Stichwort Sondermaut) anfallen.