Falschparker und die Strafen

Parken ohne Parkschein

 
 

Ein Parkschein kostet im Durchschnitt 1,26 Euro pro Stunde. In vielen Großstädten sind jedoch auch 3 Euro pro Stunde keine Seltenheit. Da kann schnell eine ganz schöne Summe zusammenkommen. Weil es ihnen günstiger erscheint, riskieren viele Autofahrer deshalb ein Verwarngeld. Doch Vorsicht, Parken ohne gültiges Ticket kann noch viel teurer werden.

 
 

Das Parken ohne gültigen Parkschein kostet in Deutschland 10 Euro Verwarngeld. Bei einem Spitzenpreis für ein Parkticket von 3 Euro pro Stunde zahlt man beispielsweise für 5 Stunden Parkdauer 15 Euro. Das bedeutet gegenüber einem Knöllchen also eine Ersparnis von 5 Euro.

Doch diese Rechnung geht in den meisten Fällen nicht auf. In vielen Städten sind flächendeckend sogenannte Parküberwacher im Einsatz. In Frankfurt etwa werden pro Jahr rund 700.000 Knöllchen verteilt, die der Stadtkasse ca. 12 Millionen Euro einbringen. Der durchschnittliche Strafzettel kostet demnach 17 Euro und nicht 10 Euro. Warum?

 
 
 

Strafe bei Parken ohne Parkschein

 
 

Parken ohne gültigen Parkschein kostet 10 Euro. Wer die erlaubte Parkzeit um 30 Minuten überzieht, zahlt ebenfalls 10 Euro. 15 Euro Verwarngeld kostet es, wenn Sie länger als eine Stunde überziehen bzw. falsch stehen, 20 Euro bei zwei Stunden und 30 Euro bei drei Stunden. Bei Überschreitung der erlaubten Parkzeit kommen zu den Kosten für das Parkticket also noch die genannten Strafgelder hinzu.

 
 

Parken ohne Parkscheibe

 
 

Doch nicht nur der fehlende Parkschein kann zum Verhängnis werden. Wer ohne vorgeschriebene Parkscheibe (angezeigt durch Verkehrszeichen Nr. 291) parkt, riskiert ebenfalls ein Verwarngeld. Hier gibt es das gleiche Bußgeld wie beim Parken ohne Parkschein bzw. bei der Überschreitung der erlaubten Parkdauer.

 
 

Vorsicht Abschleppgefahr!

 
 

Das kann richtig teuer werden: Abschleppkosten belaufen sich häufig auf 200 bis 300 Euro. Wer noch rechtzeitig kommt, um sein Wagen vom Haken des Abschleppers zu „befreien“, zahlt immerhin noch die Anfahrtskosten des Abschleppunternehmens.

Wer die erlaubte Parkzeit um mehr als eine Stunde überschreitet riskiert genau das. Dennoch auch hier muss eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt sein. Sind noch genügend Parkplätze in der Nähe frei, darf nicht abgeschleppt werden. So lautet ein Urteil des OVG Hamburg im Fall eines Mannes, der sein Wagen ohne gültigen Parkausweis abgestellt hatte. Sie haben also durchaus Chancen gegen solche Abschleppmaßnahmen.

Sofort und berechtigt abgeschleppt hingegen wird Ihr Auto, wenn es im absoluten Halteverbot steht, in scharfen Kurven und an anderen unübersichtlichen Stellen, zu nahe am Fußgängerüberweg oder in einer Feuerwehrzufahrt. Auch wer unerlaubt auf Privatgrund parkt, kann abgeschleppt werden.

 
 

 
 
 
 

 
 

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