Reifengröße ermitteln

So ermitteln Sie die richtige Reifengröße für Ihr Fahrzeug

 
 

Auf jedes Fahrzeug sind nur bestimmte Reifengrößen zugelassen. Vor dem Reifenkauf müssen Sie also wissen, welche Reifengröße Sie benötigen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die richtige Größe der Reifen bestimmen können.

 
 

Der ADAC empfiehlt Reifen spätestens alle sechs Jahre zu wechseln. Oftmals ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe bereits vorher unterschritten und ein neuer Reifensatz muss her.

Beim Kauf bzw. der Montage müssen Sie jedoch unbedingt auf die richtige Reifengröße achten. Die falsche Bereifung kann zu Unfällen führen, außerdem erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug. Es drohen 70 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Um die passende Reifengröße zu ermitteln gibt es mehrere Möglichkeiten.

 
 
 

Orientierung am zuvor gefahrenen Reifensatz

 
 

Das ist der einfachste Weg, die richtige Reifengröße wählen: Orientieren Sie sich am zuvor gefahrenen Reifensatz und kaufen Sie Autoreifen mit derselben Kennzeichnung nach.

 
 

Reifengrößen im Fahrzeugschein

 
 

In Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 15.1 und 15.2 finden Sie Angaben zur Bereifung Ihres Fahrzeugs für Vorder- und Hinterachse. Der Eintrag könnte bspw. lauten: 155/75 R13 81T. Diese Buchstaben-Ziffern-Kombination hat für die Reifengröße folgende Bedeutung:

  • 155/75 = Der unbelastete Reifen ist an seiner breitesten Stelle 155 Millimeter breit. Das Verhältnis von Flankenhöhe zur Reifenbreite beträgt 75 Prozent. In diesem Beispiel beträgt die Flankenhöhe 116 mm.
  • R = Es handelt sich um einen Reifen mit radialer Bauweise. Im Unterschied dazu gibt es auch die diagonale Bauweise („D“), welche jedoch nicht zwingend gekennzeichnet werden muss.
  • 13 = Das ist der Felgendurchmesser in Zoll.
  • 81 = Das ist der Tragfähigkeitsindex des Reifens. Anhand einer Tabelle können Sie damit sehen, wie viel Last in Kilogramm je Reifen erlaubt ist. In diesem Fall 469 kg.
  • T = Das ist der Geschwindigkeitsindex. Reifen sind in Geschwindigkeitsklassen eingeteilt. Mit den Beispielreifen dürften Sie also nicht schneller als 190 km/h fahren.

Kaufen Sie Reifen mit der Klassifizierung wie in der Zulassung. Die entsprechende Kennzeichnung befindet sich an der Reifenflanke. Beachten Sie beim Reifenkauf aber auch Punkt 22 (Bemerkungen und Ausnahmen) in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Dort steht, ob es vorgeschriebene Einschränkungen wie zum Beispiel eine Herstellerbindung gibt.

 
 

Reifengrößen im Serienreifen-Katalog

 
 

Im Fahrzeugschein befindet sich nur eine Angabe für eine geeignete Reifengröße. Für die meisten Fahrzeug-Modelle sind jedoch mehrere Reifengrößen zugelassen. Wenn Sie also auf eine andere Reifengröße umsteigen wollen, müssen Sie die richtige Reifengröße mit Hilfe des Serienreifenkatalogs des jeweiligen Herstellers bzw. des Certificate of Conformity (COC) bestimmen.

Im Serienreifenkatalog des Fahrzeugherstellers sind alle zugelassenen Reifengrößen für das jeweilige Fahrzeugmodell gelistet. Die Kataloge gibt’s direkt beim Autohändler oder im Internet als Download. Handelt es sich bei Ihrem Fahrzeug um einen Import, benötigen Sie Certificate of Conformity, eine Art Zulassungsbescheinigung. Hier sind ebenfalls alle zugelassenen Reifengrößen vermerkt.

 
 

Beratung beim Reifenhändler

 
 

Wenn Sie die Reifen beim Händler kaufen, erhalten Sie dort in aller Regel eine ausführliche Beratung. Der Händler weiß, welche Reifengröße die richtige für Ihr Fahrzeug ist. Hier benötigen Sie keine Vorkenntnisse.

 
 

Reifengröße Winterreifen

 
 

Für Winterreifen gilt bezüglich der Größenermittlung das Gleiche wie für Sommerreifen. Hinzu kommt jedoch auf der Flanke das M+S Zeichen und oder das Schneeflocken-Symbol. Diese Kennzeichnung besagt, dass es sich um wintertaugliche Pneus handelt. Generell sind mit Winterreifen geringere Geschwindigkeiten möglich als mit Sommerreifen, doch auch bei Winterreifen gibt es mittlerweile zahlreiche Hochgeschwindigkeitsexperten.