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"Führerschein ab 17" = Begleitetes Fahren

 
 
 
 

„Das Projekt „Führerschein ab 17“ - auch begleitetes Fahren genannt - wurde in Niedersachsen geboren. Es machte schnell über die Landesgrenze hinaus Furore. Das Interesse an dem Modellprojekt war so groß, dass es in ganz
Deutschland Schule machte.

 
 

Dieser Modellversuch ermöglicht Fahranfängern, mit 17 Jahren Kraftfahrzeuge der Klasse B zu führen.
Die Prüflinge können mit 16½ Jahren mit der Ausbildung beginnen. Nach der bestandenen Prüfung gibt es eine Bescheinigung. Die können die frisch gebackenen Autofahrer dann am 18. Geburtstag gegen einen vollwertigen EU-Führerschein eintauschen.


 

Ab 1. Januar 2011 "Führerschein mit 17" bundesweit möglich

Nach den guten Erfahrungen mit einem bundesweiten Modellversuch stimmte der Bundestag Ende Oktober 2010 dem Gesetzentwurf von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mit den Stimmen aller Fraktionen zu, das „Begleitete Fahren mit 17“ in das Straßenverkehrsgesetz aufzunehmen. Der Bundesrat hat diesem Vorhaben zugestimmt.

Ab 1. Januar 2011 können Jugendliche grundsätzlich schon mit 17 Jahren den Führerschein machen und sich in Begleitung eines erfahrenen Autofahrers hinters Steuer setzen können. Mit 16,5 Jahren kann ein Jugendlicher bereits mit dem Fahrunterreicht beginnen und sich künftig ab ihrem 17. Geburtstag ans Steuer eines Autos setzen, wenn sie von einem mindestens 30 Jahre alten Beifahrer begleitet werden.


Wer den Führerschein ab 17 besitzt, der darf aber nur unter bestimmten Bedingungen selbst ans Steuer:

  • Es muss immer eine Begleitperson mitfahren
  • Die Begleitperson muss älter als 30 Jahre sein
  • Die Begleitperson muss den Führerschein Klasse B mindestens fünf Jahre besitzen
  • Die Begleitperson darf nicht mehr als drei Punkte im Verkehrszentralregister besitzen
  • Die Begleitperson muss amtlich eingetragen sein und muss beim Antrag auf den Führerschein angegeben werden (spontan kann sich kein Erwachsener mit einem Fahranfänger ins Auto setzen)
  • Es können max. fünf Begleitpersonen angegeben werden.
  • Die Bescheinigung zum begleiteten Fahren gilt nur in Deutschland, im Ausland darf nicht damit gefahren werden, da es sich hier um eine nationale Sonderregelung handelt. Spätestens vor der Grenze der Bundesrepublik Deutschland muss ein Fahrerwechsel erfolgen. Die einzige Ausnahme stellt hier Österreich dar. Dort darf man mit dem deutschen B 17-Führerschein in Begleitung fahren. Gleiches gilt umgekehrt auch in Deutschland mit der österreichischen L 17-Fahrerlaubnis.
  • Der Fahrer darf keinen Alkohol getrunken haben (0,0-Promille-Grenze für Fahranfänger). Für den Begleiter gilt die 0,5-Promille-Grenze.
  • Für Fahrer und Beifahrer gelten natürlich die bekannten Vorschriften über berauschende Mittel: drogenfrei fahren!
  • Da die Begleitperson nicht der Fahrzeugführer ist, darf sie nicht aktiv in die Fahrzeugsteuerung eingreifen sondern nur als Berater tätig sein.
  • Wo die Begleitperson sitzen muss ist nicht vorgeschrieben, sie kann auch auf dem Rücksitz Platz nehmen.



Missachtung der Fahrerlaubnis

Wenn ein junger Fahranfänger die Auflagen für "begleitetes Fahren" missachtet, wird seine Fahrerlaubnis widerrufen. Außerdem muss er mit einem Bußgeld rechnen, eine Verlängerung der Probezeit und die Auflage, vor dem Neuerwerb des Führerscheins ein Aufbauseminar zu machen.

Aber auch dem Begleiter drohen bei Missachtung empfindliche Strafen z.B. wenn die Begleitperson alkoholisiert ist. Für Fahranfänger gilt bis 21 Jahre ohnehin die Null-Promille-Regel.


Führerschein mit 17

In Deutschland erhält man mit Erreichen des 18. Lebensjahres die Möglichkeit, eine Fahrprüfung abzulegen und man hat somit die Chance, die Fahrerlaubnis zu erhalten. Neidisch beäugen viele Jugendliche da andere Länder, in denen die Fahrerlaubnis schon viel eher erteilt wird. Doch auch in Deutschland gibt es dazu neue Regelungen. Ab dem 1. Januar 2011 ist es amtlich: der Führerschein ab 17 (auch begleitendes Fahren genannt) war bisher noch ein Modellversuch, doch ist jetzt bundesweit möglich und ein fester Bestandteil in der Praxis.

Der Führerschein ab 17 gilt als Fahren auf Probe und erfreut sich riesiger Beliebtheit. Fahren auf Probe bedeutet, dass bereits 17-jährige ganz normal den Führerschein der Klasse B erhalten. Bis sie 18 Jahr alt sind müssen sie aber noch in Begleitung eines erfahrenen Autofahrers fahren. Diese Bewährung muss der junge Fahranfänger überstehen, um so früh fahren zu können. Doch begleitendes Fahren lohnt sich! Denn nur so können Jugendliche so früh wie es irgend geht den eigenen Führerschein in den Händen halten. Wer sich in der Probezeit, während des begleitenden Fahrens, nichts zu schulden kommen lässt, kann also mit 18 glücklicher Besitzer eines Führerscheins sein, früher als diejenigen, die jetzt erst mit der Fahrpraxis beginnen. Der Führerschein mit 17 macht also Schule. Aber Achtung: Es gelten wichtige Auflagen für die Begleitperson, die unbedingt beachten werden müssen. Zudem gilt diese Regelung nicht im Ausland.

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