Verkehrszentralregister

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Allgemeines zum Verkehrszentralregister

Das Verkehrszentralregister (VZR) wurde 1956 gegründet und besteht in seiner jetzigen Form seit 1999. Es garantiert eine einheitliche Bestrafung aller Verkehrsteilnehmer aus Deutschland und stützt sich auf dem Bußgeldkatalog. Dieser wiederum ist in der StVO, der Straßenverkehrsordnung, verankert. In dem Verkehrszentralregister aus Flensburg werden alle Vergehen festgehalten, die eine Straftat oder ein Punktevergehen voraussetzen.
Bei einem Punktestand von 18 Punkten in dem Verkehrszentralregister wird der Führerschein entzogen. Die im VZR erfassten Straftaten eines Verkehrsteilnehmers werden je nach Art und Schwere mit fünf bis sieben Punkten, Ordnungswidrigkeiten mit ein bis vier Punkten bewertet.

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Zahlen und Fakten
Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren 8,4 Millionen Verkehrsteilnehmer bis zum 01.01.2007 registriert. Fast jeder zehnte Bundesbürger ist somit im Verkehrszentralregister eingetragen. Die Männer bilden mit 80 Prozent eine große Mehrheit im VZR. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen liegen die Eintragsschwerpunkte, knappe 60 Prozent, auf Geschwindigkeitsverstöße. Etwa 75 Prozent der eingetragenen Personen im VZR liegen im Bereich zwischen einem und sieben Punkten.

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Maßnahmen gegen Verkehrssünder
Das Kraftfahrt-Bundesamt sieht bestimmte Sanktionen beim Erreichen oder Überschreiten eines bestimmten Punktestandes vor:
  • 8 bis 13 Punkte – Verwarnung und Hinweis auf ein freiwilliges Seminar
  • 14 bis 17 Punkte – Teilnahme an ein Aufbauseminar für Kraftfahrer
  • Ab 18 Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen
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Punkteabbau

18 Punkte müssen nicht sein! Kraftfahrt-Bundesamt bietet verschiede Möglichkeiten, um den Punktestand vorher zu reduzieren:
  • Bis 8 Punkte – Teilnahme an einem freiwilligen Seminar. Hierbei werden vier Punkte aus der Aktenkartei gestrichen.
  • 9 bis 13 Punkte – Teilnahme an einem freiwilligen Seminar. Hierbei werden zwei Punkte aus der Aktenkartei gestrichen.
  • 14 bis 17 Punkte – Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. Hierbei werden zwei Punkte aus der Aktenkartei gestrichen.
Darüber hinaus ist zu beachten, das nur alle fünf Jahre Punkte mit der Teilnahme an Aufbauseminaren oder psychologischen Beratungen abgebaut werden.

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Tilgungsfrist
Des Weiteren gibt es eine Tilgungsfrist. Das bedeutet, dass Punkte nach bestimmten Zeiträumen und Auflagen verfallen.  Die Tilgungsfristen betragen zwei, fünf oder zehn Jahre:
  • Zwei Jahre
    bei einer Ordnungswidrigkeit (bei Tilgungshemmung jedoch nicht länger als fünf Jahre).
  • Fünf Jahre
    bei Straftaten, die nicht im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen stehen.
    bei Verboten oder Beschränkungen, ein fahrerlaubnisfreies Fahrzeug zu führen.
  • Zehn Jahre
    bei Straftaten, die im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen stehen.
    bei Entziehung, Versagung oder Erteilungssperre der Fahrerlaubnis.
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Punktestandabfrage
Jeder Verkehrsteilnehmer kann über seinen aktuellen Punktestand in Flensburg Auskunft erhalten. Dieser formlose Antrag muss folgende Punkte beinhalten:

Angabe der vollständigen Personendaten (Geburtsdatum, Geburtsname, Familienname, Vorname, Geburtsort) und Anschrift sowie einen Identitätsnachweis (amtliche Beglaubigung der Unterschrift oder amtlich beglaubigte Ablichtung des Personalausweises, des Passes oder des behördlichen Dienstausweises).
Der Antrag zur Punkteabfrage ist zu richten an:

Kraftfahrt-Bundesamt 
–  Verkehrszentralregister  – 
24932 Flensburg

Mit Hilfe dieses Formulars können Sie die Punktestandabfrage anfordern:
Antrag auf Auskunft aus dem Verkehrszentralregister
Die Auskunft ist kostenlos.

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Hinweis:
Zum Öffnen des Formulars benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader ab Version 6.0. Dies können Sie hier kostenlose downloaden:  Acrobat Reader.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt
Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten.
Stand: 2007

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