Müdigkeitsattacke bei Autofahrern

Tödliche Gefahr: Sekundenschlaf

 
 

Der Sekundenschlaf ist eine kurzzeitige Müdigkeitsattacke bei der der Autofahrer ungewollt für mehrere Sekunden einnickt. Jährlich ist dieser Müdigkeitszustand Ursache für viele Unfälle auf Autobahnen. Doch was kann man dagegen tun? Hier finden Sie Infos über Vorboten und Gegenmaßnahmen.

 
 

Sekundenschlaf im Auto ist eine der häufigsten Unfallursachen auf deutschen Straßen. Nach Angaben des Verkehrssicherheitsrates ging etwa jedem vierten Unfall mit Todesfolge auf Autobahnen Sekundenschlaf voraus.

Vorboten

 
 

Das kurze Einnicken am Steuer hat schon vielen Menschen das Leben gekostet.

Dabei kündigen sich Müdigkeitsattacken im Vorfeld an:

  • durch schwer werdende Augenlider,
  • durch brennende oder schmerzende Augen,
  • durch trockene Mundschleimhaut,
  • durch häufiges starkes Gähnen,
  • durch leichtes Frösteln
  • und durch wiederholtes Aufschrecken aus Unaufmerksamkeit.
  • Ursachen
 
 
 

Sekundenschlaf kann mehrere Ursachen haben. Müdigkeit bedingt durch Schlafstörungen oder Erschöpfung ist die Hauptursache. Aber auch eine zu bequeme Sitzhaltung beim Fahren kann Sekundenschlaf auslösen. Dabei wird dem Gehirn durch die Barorezeptoren, die längs der Wirbelsäule verlaufen, ein Ruhezustand signalisiert und die Aufmerksamkeit nimmt schlagartig ab.

Ebenfalls Sekundenschlaf fördernd sind monotone Bildeindrücke, etwa beim langen Geradeausfahren auf der Autobahn. Dies kann dazu führen, dass die Gehirnaktivität soweit zurückgefahren wird, dass sich die Reaktionszeiten extrem verlängern.

Der Sekundenschlaf kann auch eine Krankheit sein. Bei der sogenannten Narkolepsie handelt es sich um eine Schlafstörung, bei der die Betroffenen auch tagsüber plötzlich und unkontrolliert einschlafen. Bei diesen Menschen liegt eine grundlegende Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus‘ vor. Da die Narkolepsie von vielen Ärzten nicht gleich als solche erkannt wird, leben viele Betroffene besonders gefährlich.

 
 
Video: Sekundenschlaf
 
 
 
 

Wie kann man einen Sekundenschlaf vermeiden?

 
 

Sekundenschlaf können Sie vermeiden, indem Sie eine zehn- bis dreißigminütige Schlafpause (Powernap, Siesta) sofort nach Auftreten der Müdigkeitssymptome einlegen. Das Aufdrehen des Radios oder eine Unterhaltung mit dem Beifahrer sind auf keinen Fall geeignet, sich wachzuhalten. Hilfreich kann auch eine Pause an der frischen Luft mit ausreichend Bewegung sein. Am effektivsten können Sie den Müdigkeitsattacken jedoch nur mit Schlafpausen entgegenwirken.

 
 

Strafbarkeit

 
 

Wer beim Autofahren vom Sekundenschlaf übermannt wird und dadurch einen Unfall verursacht, muss mit einer Geldstrafe und Führerscheinentzug rechnen. Neben Alkohol- und Drogeneinfluss reduziert auch Müdigkeit in erhöhtem Maße die Fahrtauglichkeit. Wer trotzdem fährt, gefährdet fahrlässig den Straßenverkehr.