Bußgeldkatalog für Radfahrer

Erhöhte Bußgelder für Radfahrer

 
 
 
 

Das Bundesverkehrsministerium will den sogenannten „Kampfradlern“ ans Geld. Mit höheren Bußgeldern sollen rücksichtslose Radfahrer jetzt zur Räson gebracht werden.

 
 

Alle Fahrrad-Rowdies werden künftig stärker zur Kasse gebeten. Die erhöhten Bußgelder bei Verstößen sollen für mehr Vernunft bei den Radfahrern und damit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen – das ist der Plan von Verkehrsminister Peter Ramsauer. Denn beobachtet man hierzulande den städtischen Straßenverkehr, liegt die Vermutung nahe, dass so mancher Radfahrer fährt wie er gerade Lust hat. Was diese Radfahrer wahrscheinlich noch gar nicht wissen: auch für sie gilt die StVO und Verstöße können empfindliche Geldstrafen zur Folge haben.

 
 

Wenn es darüber hinaus zum Unfall kommt, muss mit der Einschränkung des Versicherungsschutzes gerechnet werden. Bei Alkoholeinfluss droht sogar der Entzug des Pkw-Führerscheins.

 
 

Verstöße und Bußgelder

 
 

Bisher kostete Fahren ohne Licht 15 Euro. In Zukunft macht das 20 Euro Bußgeld. Wer den Radweg nicht benutzt, muss künftig 20 Euro statt 15 Euro zahlen. Auch falsches Einbiegen in die Einbahnstraße wird teurer: je nach Situation liegt die Geldbuße jetzt zwischen 20 und 35 Euro statt wie bisher zwischen 15 und 30 Euro. Verwarn- und Bußgelder für Regelverstöße werden also generell um 5 Euro angehoben.

 
 
Verstoß
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
Bremsen, Klingeln oder Reflektoren entsprechen nicht den Vorschriften
Bußgeld 15 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Defekte Beleuchtung
Bußgeld 15 - 30 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Befahren einer nicht freigegebenen Einkaufsstraße, Fußgängerzone oder eines Gehwegs
Bußgeld 15 - 30 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Fahren entgegen der Einbahnstraße
Bußgeld 20 - 35 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Befahren eines Radweges in nicht zugelassener Richtung
Bußgeld 20 - 35 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Nichtbenutzung des vorhandenen beschilderten Radwegs
Bußgeld 20 - 35 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Benutzung eines Mobiltelefons beim Radfahren
Bußgeld 30 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Rote Ampel: Missachtung des Rotlichts an der Ampel
Bußgeld 50 - 125 €
Punkte -
Fahrverbot nein
 
 

Ab einem Buß- oder Verwarnungsgeld von 40 Euro erfolgt ein Eintrag ins Verkehrszentralregister (VZR). Radfahrer können darüber hinaus auch Punkte in Flensburg erhalten. Damit nichts schiefgeht, sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Keine Radfahrt unter Alkoholeinfluss (hier droht sogar der Entzug des Pkw-Führerscheins)
  • Keine Personenbeförderung (auf Stange oder Gepäckträger; Kinder bis 7 Jahre dürfen im Kindersitz transport werden)
  • Einbahnstraßen nur in vorgeschriebener Fahrtrichtung befahren
  • Keine Fußgängerzonen befahren
  • Gehwege sind tabu (außer für Kinder bis 10 Jahre)
  • Geschwindigkeitsanpassung nach Situation
  • Keine laute Musik (Wahrnehmung darf nicht beeinträchtigt sein)
  • Radfahrer in der Gruppe müssen hintereinander fahren
  • Rechtsfahrgebot auch auf Radwegen
  • Kein Telefonieren
  • Nur mit verkehrssicheren Fahrrädern fahren (Licht, Bremsen, etc. intakt?)