Unfallflucht unter Alkoholeinfluss - die Strafen

Fahren unter Alkohol mit Unfall und Fahrerflucht - Bußgelder und Strafen

 
 

Welche Folgen kann es haben wenn man unter Alkoholeinfluss einen Unfall baut? Gibt es Unterschiede bei Blechschaden oder Personenschaden? Was passiert wenn ich Fahrerflucht begehe und vorher nur etwas beschädigt habe? Vor allem im Zusammenhang mit Alkohol kommen Unfälle mit Fahrerflucht verstärkt vor. Trunkenheit am Steuer, vor allem wenn es mit Fahrerflucht kombiniert ist, wird von den meisten Autofahrern als das schlimmste Vergehen im Zusammenhang mit Unfällen angesehen und die Strafen bei Alkohol am Steuer werden als hart aber gerecht empfunden.

 
 

Jeder, der schon einmal mit dem Thema Trunkenheit am Steuer konfrontiert wurde weiß, dass es sich um ein schwieriges Thema handelt. Man kennt immer häufiger Menschen und Angehörige, die durch einen betrunkenen Fahrer geschädigt wurden oder sogar einen geliebten Menschen verloren haben. Jeder hat das ein oder andere Mal nach einer Party beobachten können, wie angeheiterte Personen ins Auto steigen wollen oder sich nicht davon abhalten ließen.

Alkohol am Steuer ist ein schweres Vergehen und zieht auch entsprechende Strafen nach sich. Wenn dann noch ein Unfall oder sogar Unfall mit Fahrerflucht passiert sieht es düster aus. Hier wird nicht selten ein Strafbefehl erlassen, denn mit Alkohol am Steuer sitzen ist eine Straftat und durch einen Unfall mit Personenschaden, sind die Konsequenzen besonders weitreichend.

 
 

Fahren unter Alkohol mit Unfall und Fahrerflucht – Was sind die Strafen?

 
 

Bei den Strafen landet man ganz schnell beim Thema Führerscheinentzug , denn wenn man einmal mit Alkohol am Steuer erwischt wird, heißt es ganz schnell: Lappen weg! Das ist privat und beruflich für viele Menschen eine Katastrophe. Doch diese harte Strafe ist berechtigt und schützt uns alle im alltäglichen Straßenverkehr. Fahren unter Alkohol mit Unfall ist nicht gleichbedeutend mit Führerscheinentzug. Hier kommt es auf viele verschiedenen Faktoren an:

  • Was für ein Unfall ist passiert?
  • Wer war schuld?
  • Wie viel Alkohol war im Spiel?
  • Und handelt es sich um einen Erst-Täter?

Diese Fragen sind wichtig. Schlimmer noch wirkt sich Fahren unter Alkohol mit Fahrerflucht aus. Denn hier hat sich der Täter der Situation entzogen und somit seine Situation noch verschlimmert.

In den meisten Fällen wenn es zum Führerscheinentzug und zu einer Gerichtsverhandlung kommt, wird es in der Folge auch eine MPU geben. Alkohol ist für eine MPU die häufigste Ursache. Und das mit Recht. Denn die Statistik zeigt: Tödliche Unfälle im Straßenverkehr, die auf Alkohol zurückgehen sind sehr häufig. Alkoholauffällige Autofahrer müssen in der Regel zu einer Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Alle Infos zu MPU & Alkohol finden Sie hier

 
 

Fahren unter Alkohol mit Unfall und Fahrerflucht – eine erschreckende Kombination

 
 

Fahren unter Alkohol mit Unfall in der Folge ist ein leider im Straßenverkehr immer wieder traurige Realität. Fahren unter Alkohol mit Fahrerflucht ist eine Straftat und eine Kombination, die leider häufiger vorkommt. Gerade weil der Fahrer wenn er alkoholisiert ist, nicht mehr klar denken kann und sie Schwere der Tat eine Fluchtreaktion erzeugt. Die Bußgelder nach Alkohol am Steuer  haben es in sich.

 
 

Was ist Fahrerflucht?

 
 

Das unerlaubte Entfernen von einem Unfallort wird im allgemeinen Sprachgebrauch „Fahrerflucht“ genannt. Die Schwere des Falles hängt dann jeweils davon ab was für ein Schaden entstanden ist. Am schlimmsten ist es sicherlich immer wenn Personen verletzt wurden.

Auf Fahrerflucht stehen je nach Fall bis zu 7 Punkte in Flensburg sowie:

  • Schäden 200 - 500 Euro - ein Monat Fahrverbot + Bußgeld
  • Schäden bis zu 900 Euro – drei Monate Fahrverbot + Bußgeld
  • Bedeutende Sachschäden ab 1300 Euro oder Körperverletzung – Entziehung der Fahrerlaubnis + MPU Fahrverbot + Bußgeld

Als „tätige Reue“ gilt es, wenn man sich innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei meldet. Gerade beim Parken kann es passieren, dass ein Unfall in dem Sinne gar nicht bemerkt wird. Das muss dann aber auch der Wahrheit entsprechen. Man sollte es niemals darauf ankommen lassen. Denn durch ein Gutachten lässt sich schnell feststellen, ob ein Zusammenstoß zu hören, zu sehen oder zu spüren gewesen sein muss. Sollte man Schäden erst zu Hause feststellen (dann ist nicht sicher ob man evtl. auch Geschädigter ist) sollte man dies unmittelbar der Polizei melden.

 
 

Erfolgt nach einem Unfall durch Alkohol Unfall mit Fahrerflucht immer Strafbefehl?

 
 

Grundsätzlich kommt es darauf an ob man schon vorbelastet ist. In jedem Fall lohnt sich der Gang zu einem Rechtsanwalt. Fahrerflucht wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldbuße sowie Fahrverbot oder Führerscheinentzug bestraft. Im günstigsten Fall käme man bei einem Strafbefehl mit Geldstrafe ohne Entziehung der Fahrerlaubnis davon. Die Kosten des Verfahrens trägt immer der Angeklagte.

 
 

Unfall mit oder ohne Personenschaden

 
 

Wenn in Folge von Alkohol am Steuer ein Unfall mit Personenschaden passiert und noch Fahrerflucht begangen wurde, werden zusätzlich noch Schwere der Schuld, Sachschaden, Verletzungen der Unfallbeteiligten und die wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters in das Gerichtsurteil mit einfließen. Man kann sagen, dass die Strafe sehr viel milder ausfallen wird wenn keine Fahrerflucht begangen wurde. Noch niedriger fallen die Sanktionen aus wenn keine Personen zu Schaden gekommen sind.

Bei Fahrerflucht gibt es zusätzlich auch Probleme mit der Versicherung. Denn diese beruft sich natürlich darauf, dass man seine Aufklärungspflicht verletzt hat. Alkohol am Steuer gefährdet das Leben anderer Verkehrsteilnehmer (und das eigene) und wird deshalb auch hart bestraft. Hier kommen auch hohe Geldstrafen auf den Täter zu. Dazu kommen Punkte in Flensburg und der Führerschein ist auch vorerst ziemlich sicher weg.

 
 
Alkohol am Steuer - Es gilt:
 
 
  • Ab 0,3 Promille: Nach Ausfallerscheinungen oder einem Unfall Führerscheinverlust
  • Ab 0,5 Promille: Hier wird eine Ordnungswidrigkeit begangen, bei Ausfallerscheinungen oder einem Unfall gibt es saftige 7 Punkte in Flensburg und ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis
 
 
Fahren unter Alkohol mit Unfall und Fahrerflucht
 
 

Alkohol am Steuer wird hart bestraft und lässt in vielen Fällen auch die Frage entstehen inwieweit der Täter ein Alkoholproblem hat oder überhaupt noch einen Führerschein besitzen sollte. Wenn in solchen Fällen auch noch Fahrerflucht hinzukommt, verstärkt das den Eindruck der Straftat erheblich und wird als absolutes Tabu im Straßenverkehr empfunden. Da sich der Täter mit seiner Flucht offensichtlich (auch bei kleineren Delikten, wie Spiegel abgefahren o.ä.) der Strafe entziehen will, wiegt sich das äußerst negativ bei der späteren Ermittlung der Straftat aus. Es sei denn man zeigt „tätige Reue“ und meldet sich so schnell wie möglich bei der Polizei.

Fest steht: Fehler können jedem passieren. Aber die Kombination Alkohol und Fahrerflucht lässt (zumindest ohne die Hintergründe genau zu kennen) vermuten, dass der Fahrer nicht das erst mal Alkohol in größeren Mengen trinkt und sich vielleicht nicht sogar das erste mal alkoholisiert hinters Steuer setzt.

Fahrerflucht und Unfallflucht führt in jedem Fall zu Punkten in Flensburg. Alles Weitere ist davon abhängig wie schwer der Unfall ausging oder ob man Reue zeigt. Die Begleitumstände der Fahrerflucht sind also das Ausschlaggebende.

 
 
Fahren unter Alkohol und der berühmte Filmriss
 
 

Eine der häufigsten Erklärung nach einer Autofahrt unter Alkohol ist der Filmriss. Gerade eine Fahrerflucht wird häufig damit begründet sich an nichts mehr erinnern zu können. Hier können Wahrheit und Lüge sehr nah beieinander liegen.

Was genau ist ein Filmriss?
Filmriss oder Aussetzer ist ein totales Blackout und meint den schlagartigen Verlust des Bewusstseins bzw. des Gedächtnisses. Man kennt einen Filmriss vor allem aus Prüfungssituationen oder bei einem Alkohol-Vollrausch, bei dem man sich am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern kann.

Diese Art des Gedächtnisverlusts gibt es wirklich. Sie wird aber auch oft bemüht, wenn man sich an nichts mehr erinnern will. Durch den Filmriss kann man sich von der Tat (wie Fahren unter Alkohol und anschließend Fahrerflucht) distanzieren und die Verantwortung von sich weg schieben, da man unbewusst gehandelt hat. In einem solchen Fall kann man auch auf mehr Verständnis von der Umgebung hoffen, im Gegensatz zu einer Tat, die im absoluten Bewusstsein stattfand.

Ob Wahrheit oder nicht –Diese Form des Blackout ist ungemein tückisch. Er verdeutlicht auch, dass Personen nicht mehr wirklich einschätzen können, was sie tun. Wenn man dann ins Auto steigt, wird es lebensgefährlich.

 
 
"Ich habe keine Blackouts!"
 
 

Wer sich diesen Satz häufiger sagen hört, der lebt besonders gefährlich. Denn Alkohol beeinträchtigt die Gedächtnisleistung noch viel früher und schlimmer, als man selber denkt. Gedächtnislücken treten schon nach wenige Mengen Alkohol auf. Bei einem Alkoholpegel von 1,5 Promille kann es passieren, dass man Gesichter und Gespräche schnell vergisst und die Konzentration stark nachlässt. Ab 1,5 Promille ist die Wahrscheinlichkeit, einen Filmriss zu haben recht hoch. Hier spielt es vor allem eine Rolle, ob man Hochprozentiges trinkt.