Motorradfahren ohne Führerschein

Bis zu 1 Jahr Gefängnis bei Motorrad Fahren ohne Führerschein

 
 
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Motorrad fahren ohne Führerschein
 
 

Wer ein Motorrad ohne Motorrad Führerschein fährt, macht sich strafbar. Je nach Schwere der Tat droht eine hohe Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Weitere Konsequenzen können ein Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis sein. Selbst das Fahrzeug könnte beschlagnahmt werden.

 
 
 
 

Fahren ohne Führerschein meint hier das Fahren ohne Fahrerlaubnis. Der Unterschied ist, dass beim Fahren ohne Führerschein lediglich das Führerschein Dokument (Plastik EC Führerschein bzw. der rosafarbene Papierführerschein) nicht mitgeführt wurde. Beim Fahren ohne Fahrerlaubnis hat man gar keine Berechtigung zum Führen eines Kfz.

Die Fahrerlaubnis ist immer an eine bestimmte Fahrzeugklasse gebunden. Fürs Motorrad fahren braucht man zum Beispiel die Fahrerlaubnis Klasse A.

 
 
 
 

Strafen für Motorradfahren ohne Fahrerlaubnis

 
 

Besitzer einer gültigen Pkw-Fahrerlaubnis, die schwarz Motorrad fahren, riskieren nicht nur ihren Pkw-Führerschein. Je nach Einzelfall (ist man Wiederholungstäter, kommt es zum Unfall) droht sogar Gefängnis. Gleiches gilt auch für Halter bzw. Besitzer von Motorrädern, die andere Person schwarz damit fahren lassen.

Strafen nach § 21 StVG

  • Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr (bei Vorsatz)
  • Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen oder sechsmonatige Freiheitsstrafe (bei Fahrlässigkeit; zum Beispiel, wenn die betroffene Person im Glauben war, mit dem Pkw Führerschein auch Motorrad fahren zu dürfen)


Die Strafen gelten nicht nur für den Fall dass man mit nur einem Autoführerschein unberechtigter Weise Motorrad fährt. Für jeden Kfz-Typ braucht man eine gesonderte Fahrerlaubnis (Pkw, Lkw, Bus, etc.). Hat man die nicht, begeht man eine Straftat nach § 21 StVG.
Das gleiche Strafmaß wird auch bei Personen angesetzt, die gar keine Fahrerlaubnis haben.

 
 

Motorrad fahren trotzt Fahrverbot oder Führerscheinentzug

 
 

Ein Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis bedeutet, dass man aktuell keine Fahrerlaubnis hat. Wer trotzdem fährt, begeht eine Straftat nach § 21 StVG

Es sei denn, dass Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis wurde auf bestimmte Kfz-Typen beschränkt und man weiterhin Motorrad, aber zum Beispiel kein Pkw fahren darf. Dies setzt natürlich voraus, dass man im Besitz einer Motorrad Fahrerlaubnis ist.

 
 

Kein Versicherungsschutz für Mittäter

 
 

Wer sich wissentlich von einem Motorradfahrer ohne Führerschein chauffieren lässt, riskiert die Leistungen seiner Unfallversicherung. Kommt es zu einem Unfall mit schweren Verletzungen, kann es sein, dass der Verunfallte ohne Leistungen (Lohnfortzahlungen, etc.) da steht. Auch der Fahrer selbst riskiert natürlich seinen Unfallschutz.

 
 

Strafanzeige gegen Halter

 
 

In Deutschland kann man ohne Fahrerlaubnis ein Kfz, zum Beispiel ein Motorrad, anmelden und versichern. Man darf es dann jedoch nicht fahren. Umgekehrt muss ein Fahrzeughalter muss mit einer Strafanzeige rechnen, wenn jemand zum Beispiel mit seinem Motorrad ohne Fahrerlaubnis fährt. Hier besteht der Verdacht auf Verstoß gegen § 21 StVG (Zulassen einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis).

 
 

Beim Schwarzfahren kurz vor Erhalt der Motorrad Fahrerlaubnis erwischt

 
 

Wer sich als Anwärter auf den Motorrad Führerschein beim Schwarzfahren erwischen lässt, muss mit einer Führerschein-Sperre rechnen. Erst nach Ablauf der Sperre (meistens 1 bis 2 Jahre) kann der Führerschein beantragt werden. Bis dahin absolvierte Prüfungen und Fahrstunden müssen unter Umständen wiederholt werden.
Die Sperre gilt dann übrigens auch für andere Fahrerlaubnisarten, zum Beispiel den Pkw-Führerschein.

 
 

Schwarz Motorrad fahren in der Probezeit

 
 

Fahranfänger werden bei Fahren ohne Fahrerlaubnis genauso bestraft wie alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ersttäter müssen mit einer Geldstrafe rechnen. Hinzu kommen Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre und die Anordnung eines Aufbauseminars sowie Fahrverbot. Je nach Einzelfall und Vorgeschichte kann auch der Entzug der Fahrerlaubnis drohen.

Bei Wiederholungstätern ist mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe und dem Entzug der Fahrerlaubnis zu rechnen.

 
 

Milde bei Ersttätern

 
 

Ersttäter müssen bei Verstoß gegen § 21 StVG in der Regel mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen (ein Monatsgehalt) rechnen. 

Bei Wiederholungstätern erhöhen sich die Geldstrafen oder es werden Freiheitsstrafen verhängt.
Besitzer von Pkw Führerscheinen, die mehrmals beim Schwarzfahren mit dem Motorrad erwischt wurden, müssen auf jeden Fall mit dem Entzug ihrer Fahrerlaubnis und einer längeren Sperre rechnen. Hinzukommen kann die Anordnung einer MPU.

 
 
 
 

Man kann. Auf Privatgrundstücken. Privatgrundstücke sind nicht zugänglich für den öffentlichen Verkehr. Ein Supermarkt Parkplatz ist also kein Privatgrundstück im Sinne der StVO.
Zu Privatgrundstücken zählen

  • privater Hinterhof / Einfahrt
  • Rennstrecken
  • Teststrecken, zum Beispiel für Fahrsicherheitstraining


Beliebt sind Schnupperfahrten mit dem Motorrad. Solche Fahrten kann man beispielsweise verschenken. Diverse Erlebnis-Anbieter, Vereine oder auch Motorradhersteller selbst haben diesbezüglich spezielle Angebote. Gefahren wird dann auf abgesperrten Strecken.

Passiert hier ein Unfall, haftet der Anbieter für den Schaden am Motorrad. Die Übernahme der Leistungen bei Personenschaden ist abhängig, von der Versicherung, die man im Zuge der Veranstaltung abschließt.