Befahren von Umweltzonen nur mit der Umweltplakette / Feinstaubplakette

Umweltzonen & Umweltplaketten in Deutschland - Regelungen, Bußgelder, Fakten

 
 
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Umweltzone Schild
 
 

In Deutschland gibt es sogenannte Umweltzonen, die nur mit Kraftfahrzeugen befahren werden dürfen, die eine Umweltplakette (die Umweltplakette wird auch als Feinstaubplakette bezeichnet) haben.

Welche Regelungen gibt es genau? Welche Bußgelder gegen Verstöße? Kommt nun auch die blaue Umweltplakette? Wo drohen Fahrverbote? Was ist der aktuelle Stand in Deutschland nach der Diesel-Affäre und welche Entwicklungen sind zu erwarten?
In diesem Artikel erfahren Sie mehr zum aktuellen Stand der Regulierung der Schadstoffemissionen durch Kraftfahrzeuge

 
 
 
 

Aktuelle Umweltzonen und Umweltplaketten

 
 

Bei einer Neuzulassung wird für das Fahrzeug gemäß seiner Schadstoffklasse automatisch eine entsprechende Umweltplakette vergeben. Bei älteren Modellen ohne Plakette kann diese nachträglich beantragt werden. Die Schadstoffklasse wird ermittelt anhand der Fahrzeugart, Antriebsart und Emissionsschlüsselnummer.

Die notwendigen Informationen dafür stehen im Fahrzeugschein bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil I

  • Fahrzeugart Pkw, Lkw, Omnibus, Wohnmobil, etc. (Feld J oder 1)
  • Antriebsart Benzinmotor oder Dieselmotor (Feld P.3 oder 5)
  • Emissionsschlüsselnummer (Feld 14.1 oder zu 1)


Welche Umweltplakette Ihr Auto erhält, können Sie online ermitteln, z.B. hier:
http://www.dekra.de/feinstaub/. Oder Sie gehen direkt zur Zulassungsstelle oder einer anderen Ausstellungsbehörde.

Es gibt die Schadstoffklassen Euro 1 bis Euro 6 jeweils für Diesel und Benziner, aber bislang nur vier Schadstoffgruppen. Dementsprechend wird das Auto in eine der drei Gruppen eingeteilt und erhält eine rote, gelbe, grüne oder gar keine Umweltplakette.

 
 

Welche Umweltplakette hat mein Auto?

 
 

Gemäß Ihrer Schadtsoffemission werden Autos in Schadstoffklassen eingeteilt.
Für die unterschiedlichen Schadstoffklassen gibt es verschiedene Umweltplaketten (Feinstaubplaketten):

 
 
Plakette
Schadstoffklasse
Erläuterung
 

Keine Plakette

1

Benziner ohne geregelten Katalysator, Diesel nach Euro 1 und schlechter
 
Schadstoffklasse 2

2

Diesel nach Euro 2 oder Euro 1 mit Partikelfilter

 
Schadstoffklasse 3

3

Diesel nach Euro 3 bzw. D3 oder Euro 2 mit Partikelfilter.

 
Schadstoffklasse 4

4

Diesel nach Euro 4, D4 bzw. Euro 3 mit Partikelfilter, Diesel nach Euro 5 und 6; Benziner nach Euro 1 bis 6; Kfz ohne Verbrennungsmotor (Elektromotor, Brennstoffzelle)

 
 
 

Diese Fahrzeuge benötigen keine Umweltplakette

 
 

Nicht alle Fahrzeuge benötigen eine Feinstaubplakette. In Umweltzonen ohne Umweltplakette fahren dürfen laut Verkehrsrecht (35. BlmSchV) folgende Gruppen:

  • Oldtimer mit H-Kennzeichen
  • Oldtimer mit rotem 07er Wechselkennzeichen
  • Fahrzeuge von Schwerbehinderten
  • Fahrzeuge von Diplomaten und Angestellten humanitärer Organisationen
  • Krankenwagen
  • Motorräder (Quads und Trikes mit Motorradzulassung)
  • Arbeitsmaschinen
  • Kraftfahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung nach § 35 StVO
  • Militärfahrzeuge der Bundeswehr
 
 

Umweltzonen in Deutschland

 
 

Der Beginn einer Umweltzone ist durch das Verkehrsschild 270.1 gekennzeichnet, das Ende mit dem Verkehrszeichen 270.2. Zusatzzeichen zeigen, welche Schadstoffgruppen erlaubt sind. Fehlt das Zusatzzeichen, darf kein Kraftfahrzeug die Umweltzone befahren.

Verkehrsschilder Umweltzone Anfang und Ende
 
 
 
rote gelbe und grüne Plakette

Freie Fahrt für Autos mit roter, gelber und grüner Plakette.

 
gelbe und grüne Plakette

Freie Fahrt für Autos mit gelber und grüner Plakette.

 
grüne Plakette

Freie Fahrt für Autos mit grüner Plakette.

 
 
 
Bundesland
Stadt
Erforderliche Umweltplakette
 

Bayern

München, Augsburg, Ulm

Schadstoffklasse 4
 

Neu-Ulm

Schadstoffklasse 4
 

Baden-Württemberg

Mannheim, Heilbronn, Ilsfeld, Karlsruhe, Pfinztal, Mühlacker, Pforzheim, Heidelberg, Ludwigsburg, Leonberg, Stuttgart, Urbach, Wendlingen, Herrenberg, Tübingen, Reutlingen, Schramberg, Freiburg, Balingen

Schadstoffklasse 4
 

Berlin

Berlin

Schadstoffklasse 4
 

Bremen

Bremen

Schadstoffklasse 4
 

Hessen

Marburg, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden

Schadstoffklasse 4
 

Niedersachsen

Hannover, Osnabrück

Schadstoffklasse 4
 

Nordrhein-Westfalen

Bonn, Eschweiler, Aachen, Siegen, Münster, Dinslaken, Mönchengladbach, Krefeld, Langenfeld, Wuppertal, Remscheid, Hagen, Düsseldorf, Neuss, Recklinghausen, Herten, Castrop-Rauxel, Herne, Dortmund, Bochum, Essen, Mühlheim, Dusiburg, Oberhausen, Bottrop, Geslenkirchen, Gladbeck
Schadstoffklasse 4
 

Rheinland-Pfalz

Mainz

Schadstoffklasse 4
 

Sachsen-Anhalt

Magdeburg, Halle (Saale)

Schadstoffklasse 4
 

Sachsen

Leipzig

Schadstoffklasse 4
 

Thüringen

Erfurt

Schadstoffklasse 4
 
 
 

Quelle: Umweltbundesamt

 
 

Umweltzone Bußgeldkatalog

 
 

Wer ohne Umweltplakette eine Umweltzone befährt, riskiert ein Bußgeld. Wer ohne Umweltplakette eine Umweltzone befährt, riskiert ein Bußgeld. Die Plakette muss aber auch gut lesbar sein.

 
 
Verstoß
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
Fahren ohne Umweltplakette in einer Umweltzone
Bußgeld 80 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Parken ohne Umweltplakette in einer Umweltzone
Bußgeld 80 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Das in die Plakette eingetragene Kennzeichen und das Fahrzeugkennzeichen stimmen nicht überein
Bußgeld 80 €
Punkte -
Fahrverbot nein
Das in die Umweltplakette eingetragene Kennzeichen ist nicht mehr lesbar
Bußgeld 80 €
Punkte -
Fahrverbot nein
 
 

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten.
Quelle: Bundesverkehrsministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

 
 

Fakten zur Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge

 
 

Durchschnittlich hat jede Familie in Deutschland zwei Autos. Insgesamt sind rund 63 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschland zugelassen, davon 46 Millionen Pkw. Die häufigsten Kraftstoffarten bei Pkw sind Benzin (65,5 %) und Diesel (32,9 %). Anfang 2017 waren gerade einmal 34.000 Elektroautos angemeldet. Immerhin beträgt der Bestand an Hybrid-Fahrzeugen rund 165.000 Fahrzeuge.

Seit den 90er Jahren werden zwar schadstoffärmere Verbrennungsmotoren entwickelt, doch durch die Menge der Fahrzeuge steigt die Umweltverschmutzung durch Schadstoff-Emissionen immer weiter, vor allem in großen Städten. Zwischen 1995 und 2014 hat der Pkw-Verkehr um 13 Prozent zugenommen, Tendenz steigend. Der CO2-Ausstoß stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent an (plus 5,4 Millionen Tonnen auf Die Kohlenddioxid-Emissionen sind in der Zeit nur um 2 Prozent gesunken, Tendenz fallend.

Ausgestoßen durch Verbrennungsmotoren werden folgende Schadstoffe

  • Benzohl
  • Schwefeldioxid
  • Kohlenmonoxid
  • Feinstaub
  • Stickstoffoxide


Dabei belasten vor allem Dieselmotoren die Umwelt durch die Freigabe feiner Rußpartikel.

Der Verkehr ist einer der größten Umweltverschmutzer. Rund 18 Prozent der Treibhausgasemissionen werden durch ihn verursacht (z.B. 180 Millionen CO² im Jahr 2016). Der größte Emittend ist die Energiewirtschaft mit 39 Prozent.

Weil der Güterverkehr auf der Straße in den letzten 10 Jahren um über 30 Prozent gestiegen ist, sorgen besonders Lkw für die Erhöhung der Schadstoffemissionen. Experten fordern deshalb u.a. eine Ausweitung der Lkw-Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen.

Dieselmotoren der Schadstoffklassen Euro 1 bis Euro 4 tragen besonders zur hohen Stickoxidbelastung in vielen deutschen Innenstädten bei.

 
 

Aktuelle Regelungen zur Reduzierung der Schadstoffemissionen durch Fahrzeuge

 
 
Die folgenden Regelungen beziehen sich vor allem auf die Reduzierung der Schadstoffemissionen in Städten, da hier die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung am größten sind.
 
 

Abgasrichtlinien

 
 

In der EU gelten Grenzwerte für Schadstoff-Emissionen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Die Grenzwerte richten Sie nach Art des Motors (Benzin, Diesel) und nach Fahrzeugtyp. Aufgrund des Klimawandels werden die Abgasrichtlinien weiter verschärft.

Die Grenzwerte gelten für folgende Schadstoffe:

  • Kohlenstoffmonoxid
  • Stickstoffoxid
  • Kohlenwasserstoff
  • Partikelmasse (Feinstaub)
  • Partikelmenge (Feinstaub)


Die Motoren werden aufgrund der Menge ihrer Schadstoffemissionen in verschiedenen Emissionsklassen eingeteilt von Euro-1-Norm bis Euro-6-Norm. Je geringer die Emission, desto höher die Emissionsklasse.

Die Werte werden vor der Zulassung eines neuen Modells vom Kraftfahrtbundesamt geprüft. Der Hersteller muss die Einhaltung der Grenzwerte für eine festgelegte Zeitspanne und Kilometerleistung garantieren.

 
 

Software Update für manipulierte Dieselmotoren

 
 

Bis Ende 2018 sollen 5,3 Millionen Dieselfahrzeuge mit Euro-5 und Euro-6 Norm ein Software Update zur Reduzierung der Stickstoff-Emission erhalten.

Beim Software Update wird die temperaturabhängige Abschaltautomatik der Abgasreinigung neu konfiguriert. Die Kosten zwischen 50 und 100 Euro pro Update tragen die Hersteller. (Beschluss durch das Nationale Forum Diesel, 2. August 2017)

 
 

Umstiegsprämien

 
 

Neben dem Software-Update wollen einige Autohersteller durch Sonderprämien bis 10.000 Euro die Besitzer älterer Diesel zum Umstieg auf ein neues, sauberes Modell bewegen.

  • BMW
  • VW
  • Daimler
 
 

Fahrverbote

 
 

Weil das Software-Update für betroffene Dieselfahrzeuge nicht ausreicht um die Luft in Städten maßgeblich zu verbessern, wird es in einigen deutschen Großstädten höchstwahrscheinlich zu Fahrverboten kommen. Das Verwaltungsgericht in Stuttgart, der am höchsten belasteten deutschen Stadt, hat der Klage zur Einhaltung des Luftreinhalteplans für Stuttgart stattgegeben. Zur Eindämmung der Luftverschmutzung sind Fahrverbote laut Urteil des Verwaltungsgerichts zugelassen. Diesem Beispiel werden andere Städte folgen.

Welche Bereiche der Stadt für betroffene Dieselfahrzeuge nicht befahren werden dürfen, regelt die Kommune. Es wird Ausnahmen für Gewerbetreibende geben.

Ob Fahrverbote tatsächlich kommen, hängt jedoch noch von anderen rechtlichen Hindernissen ab. Deshalb wird die Sache letztlich wohl vom Bundesverwaltungsreicht entschieden werden müssen.

In diesen Städten werden Fahrverbote diskutiert oder vorbereitet

  • Stuttgart
  • München
  • Hamburg
  • Düsseldorf
  • Köln
  • Bonn
  • Aachen
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Frankfurt a.M.
  • Mainz
  • Reutlingen
  • Darmstadt
  • Limburg
  • Wiesbaden
  • Berlin
 
 

Zukünftige Regelungen

 
 

Hardware-Nachrüstung für Dieselmotoren

Hardware-Nachrüstung für Dieselmotoren
Bei einer Hardware Nachrüstung für schmutzige Diesel (mit SCR-Technik) wird ein Tank mit Harnstoff eingebaut (AdBlue). Der Harnstoff wird eingespritzt und spaltet die Stickoxide auf in Stickstoff und Wasser. Die Stickoxid-Emission wird dadurch um bis zu 90 Prozent reduziert.

Die Nachrüstung mit AdBlue kostet rund 1.500 Euro. Gerade bei älteren Fahrzeugen lohnt sich die Umrüstung kaum.

 
 

Lkw-Maut

Lkw tragen viel zur Umweltbelastung bei. Eine Lösung zur Reduzierung des Lkw-Verkehrs wäre die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßennetze und auf Klein-Lkw ab 3,5 t. Bislang sind nur Lkw ab 12 Tonnen zlGG mautpflichtig und die Mautgebühr wird nur für Autobahnen und bestimmte Bundesstraßen erhoben.

 
 

Förderung alternativer Antriebe

Die deutsche Automobilindustrie steht unter Druck. Nicht nur wegen der Diesel-Affäre sondern auch weil Wettbewerber im Ausland schon weiter in der Entwicklung sind.

Laut Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung werden die Automobilhersteller durch die zunehmende Verknappung fossiler Energieträger auf Elektroautos und Hybrid-Modelle bei der Entwicklung setzen müssen. Des Weiteren muss die Modellpalette um Kleinstmodelle ergänzt werden. Kleinere Karossen sowie leichtere Materialien spielen eine enorme Rolle in Zukunft.

Vor allem muss die Entwicklung leistungsfähiger Akkus für Elektroantriebe vorangetrieben werden. Der Batteriezelle kommt in Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Hier haben die deutschen Autobauer bislang jedoch recht wenig Kompetenz.

Die Entwicklungsarbeit der Autobauer muss politisch gefördert werden, etwa durch steuerliche Vergünstigungen für E-Autos. Um Kaufanreize zu erhöhen, könnten Sonderprämien notwendig werden. Inwieweit die Autoindustrie hier finanziell unterstützt werden muss, bleibt offen.

Bis 2020 will die Bundesregierung 1 Million Elektroautos auf der Straße haben. Die Erfüllung dieses Ziels ist eher unwahrscheinlich. Aufgrund der Reichweiten-Problematik von reinen E-Autos werden Hybrid-Fahrzeuge zunächst im Fokus der Entwicklung stehen. Ebenso rein gasbetriebene Fahrzeuge.

Von entscheidender Bedeutung ist die Förderung des Ausbaus der Lade- und Tankinfrastruktur. Das Bundesverkehrsministerium hat dafür bereits ein Investitionspaket in Höhe von rund einer Milliarde Euro beschlossen. Zu den Maßnahmen gehört zum Beispiel die flächendeckende Einrichtung von 5.000 Schnellladestationen und 10.000 Normalladestationen, die mit 300 Millionen gefördert werden soll.

 
 

Reduzierung des Verkehrsaufkommens

Eine weitere Möglichkeit die Treibhausgase zu reduzieren, ist den Straßenverkehr generell zu reduzieren. Dazu kann der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs dienen. Carsharing-Angebote und mehr Fahrradwege tragen ebenfalls dazu bei.

 
 

Blaue Plakette 2017

Schadstoffklasse euro 6

Die blaue Plakette sollen nach Plänen des Umweltministeriums alle Dieselfahrzeuge mit Euro-6-Abgasnorm erhalten. Derzeitige Euro-6-Diesel, die aufgrund der Abgasmanipulation die zulässigen Grenzwerte nicht erfüllen, müssen nachgerüstet werden (Software-Update, Hardware-Nachrüstung). Nur diese Fahrzeuge dürfen dann in blaue Umweltzonen einfahren. Die blauen Umweltzonen sollen für besonders belastete Areale eingeführt werden.

Nach aktuellem Stand wären rund 13 Millionen Diesel dadurch ausgesperrt. Auch viele fast neue Diesel-Autos, die erst 2015 mit Euro-5-Norm zugelassen wurden, wären betroffen.

 

Die blaue Plakette in Deutschland war lange auf Eis gelegt. Dass nach Software Update oder Hardware Nachrüstung die sauberen Diesel von den schmutzigen Dieseln unterschieden werden müssen, macht die Einführung der blauen Plakette wieder wahrscheinlicher.

Welche Fahrzeuge erhalten die blaue Plakette?

  • Benzin-PKW ohne Direkteinspritzung ab Euro 3
  • Benzin-PKW mit Direkteinspritzung ab Euro 6b
  • Elektro-Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor
  • CNG/LPG-Fahrzeuge als PKW, LKW und Busse ab Euro 3
  • Diesel-PKW und leichte Diesel-Nutzfahrzeuge mit nachgerüsteter DeNO2-Technik, sofern diese die NOx-Werte der Euro 6 einhalten
  • Diesel-LKW und Busse > 2,61 t mit nachgerüsteter DeNO2-Technik, sofern diese die NOx-Werte der Euro 6 einhalten

Achtung: Da es noch keine gesetzlichen Vorgaben in Deutschland gibt, welche Fahrzeuge eine Blaue Plakette bekommen sollen, können vorgenannte Vorschläge der DUH nur ein grober Hinweis sein.

 
 

Fazit

 
 

Mittelfristig stehen Diesel-Fahrzeuge wohl vor dem Aus. Die Nachfrage ist bereits deutlich gesunken und wegen der fehlenden Planungssicherheit raten Experten dringend von der Anschaffung eines Diesels ab.

Es drohen Fahrverbote, eine höhere Besteuerung von Dieselkraftstoff sowie eine stärkere Besteuerung von Dienstwagen.

Selbst nachgerüstete Fahrzeuge könnten die Abgasrichtlinien überschreiten und somit unter das Fahrverbot fallen. Vielen Modellen könnte auch die Zulassung entzogen werden.

Langfristig muss ein Umdenken bei Verbraucher und Hersteller einsetzen. Zum einen müssen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Wasserstoff, Gas, Elektrik) in Serie zu vernünftigen Preisen produziert werden, zum anderen muss vom Individualverkehr mit einem Pkw Abstand genommen werden.