Heute schon wie morgen fahren

Digitale Helfer für den Straßenverkehr

 
 
Digitale Helfer für den Straßenverkehr
 
 
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Dem autonomen Fahren stehen viele noch skeptisch gegenüber. Die Technik scheint noch nicht ausgereift und es kommen viele Fragen etwa zur Haftung bei Unfällen auf. Dennoch ist vieles, was nach Zukunftsmusik klingt gar nicht so weit entfernt. Die (R)Evolution kommt hier eher im Kleinen. Verschiedene Apps oder digitale Helfer für das Auto lassen uns schon heute spüren, wie sich die Zukunft anfühlen kann.

 
 

Es muss nicht immer gleich ein ganzes Auto sein, dass von alleine fährt. Bereits kleinere Assistenten können für ein gutes Stück mehr Fahrqualität sorgen. Sicherheit und Komfort haben sich bei unseren Fahrzeugen im Laufe der Zeit schrittweise immer weiter verbessert. Von den elektrischen Fensterhebern über ausgeklügelte Temperatursteuerung der Klimaanlage bis hin zu den verschiedenen Fahrassistenten wie ABS (Antiblockiersystem) oder ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm). Der technische Fortschritt sorgt auch jetzt dafür, dass wir in immer mehr Situationen auf die Unterstützung digitaler Helfer zurückgreifen können.

 
 

Digital Fahren lernen

 
 

Als Kinder und Jugendliche sind viele von uns meist schon längst einmal hinter dem Steuer gesessen. Allerdings haben wir unsere erste Fahrerfahrung dabei am Bildschirm der Videokonsole gemacht. Doch Super Mario Kart, Cars Raco-O-Rama, Crazy Taxi oder Grand Theft Auto sind nicht unbedingt dazu geeignet, um sich auf die Führerscheinprüfung vorzubereiten.

Einige Fahrschulen setzen inzwischen auf eine digitale Unterstützung. Mit Hilfe eines Fahrsimulators kann – bevor es raus auf die „richtige“ Straße geht – bereits Praxiserfahrung gesammelt werden. Auf diese Weise sind die Fahranfänger dann bei der ersten Stunde im echten Fahrzeug viel sicherer unterwegs. Vor allem der Umgang mit kritischen Situationen lässt sich hier zunächst in einer sicheren Umgebung erlernen.

Ausgestattet mit dem Fahrersitz, Pedalen, Lenkrad und allem was sonst noch zum Cockpit gehört, wird über mehrere Bildschirme die Straßensituation eingeblendet. Per Kopfhörer bekommt der Fahrschüler dann Anweisungen vom virtuellen Fahrlehrer übermittelt. Durch das digitale Training können so die kostenintensiveren Stunden im realen Straßenverkehr auf ein Minimum reduziert werden.

 
 

Apps für mehr Fahrkomfort

 
 

Die kleinen Miniprogramme für Smartphone oder Tablet haben heute eine Lösung für so viele Herausforderungen und Problemchen in unserem Alltag. Der Straßenverkehr ist hiervon nicht ausgeschlossen. Die einzelnen Hersteller liefern sich derzeit einen regelrechten Wettkampf bei der Entwicklung neuer intelligenter Steuerungssysteme:

  • Audi: Audi MMI Connect
  • Mercedes: Mercedes me
  • Volvo: On Call
  • VW: Car-Net

Die im Wagen integrierte Software lässt sich dann einerseits über eingebaute Touch-Displays vom Fahrersitz aus bedienen oder eben über eine zugehörige App vom Smartphone aus.

 
 

Parken per Knopfdruck

 
 

Auch wer die Führerscheinprüfung bereits erfolgreich absolviert hat, tut sich mitunter immer mal wieder schwer, sein Fahrzeug in eine knappe Parklücke zu manövrieren. Zwar gibt es hier bereits verschiedene Helfer wie die Rückfahrkamera oder die piepsenden Abstandssensoren, doch in Zukunft werden hier noch ganz andere Anwendungen möglich sein.

Eine App kann hier Abhilfe schaffen und das Einparken in unübersichtliche Lücken einfacher machen. Allerdings ist die notwendige Technik dafür bislang nur in ausgewählten Automodellen verbaut worden. Der BMW 7er oder der Audi A8 sind derzeit bereits entsprechend ausgestattet. Das Smartphone wird dabei mit der App zur Fernsteuerung. Außerhalb hat der Fahrer einen besseren Überblick über die Parklücke und kann den Wagen per Knopfdruck oder Wischbewegung auf dem Display sicher manövrieren.

 
 
Einparkhilfen
 
 

Kameras und Sonartechnik scannen dabei die Umgebung und liefern in Echtzeit ein Abbild der Parksituation auf den Bildschirm. Künftig soll die Technik noch stärker in Richtung Sprachsteuerung ausgebaut werden. „Bedienung über Sprache ist einfacher und sicherer“, sagt der Leiter der digitalen Dienste vom Entwicklungsteam bei BMW.

Für alle, die sich die digitalen Flagschiffe der deutschen Autobauer nicht leisten können, haben wir dennoch gute Nachrichten: Es gibt noch andere sinnvolle Apps, die auch ohne intelligente Software im Fahrzeug genutzt werden können.

On-Street-Parking ist ein häufig genutzter Begriff für die Möglichkeit, sich per Smartphone bei der Parkplatzsuche helfen zu lassen. Parknav oder ParkNow heißen die Apps, mit denen die Umgebung auf freie Plätze abgesucht werden kann. Immer mehr Städte schließen sich dem Netzwerk an. Über das Miniprogramm kann darüber hinaus auch das Parkticket gebucht oder verlängert werden. Auch Navigationsdienstleister wie TomTom erweitern ihr Angebot derzeit in diesem Bereich.

 
 

Kleine Helfer im Alltag

 
 

Wer kein eigenes Auto zur Verfügung hat, findet ebenfalls per Smartphone-App leichter einen fahrbaren Untersatz. Ob in Form eines Taxis oder auch einen Wagen eines Car-Sharing Anbieters. Verschiedene Modelle sind hier heute verfügbar:

  • Smarte Taxisuche: Hier helfen Apps wie My Taxi oder Taxi.eu weiter. Über das Smartphone kann dann nicht nur ein Fahrer geordert werden, sondern auch die Zahlung abgewickelt werden.
  • Carsharing: Eine App der jeweiligen Anbieter leitet den Kunden direkt zum nächsten freien Wagen. Car2Go oder DriveNow sind Unternehmen, die bereits in mehreren deutschen Städten präsent sind.
  • Mitfahrgelegenheiten: Diese Möglichkeit ist heute nicht mehr wirklich neu. Anbieter wie BlaBlaCar oder auch der ADAC haben hier mobile Lösungen parat, die als Austauschplattform genutzt werden können.


Darüber hinaus gibt es weitere Anwendungen, die vor allem als zusätzliche Serviceleistung sinnvoll sein können. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sein Fahrtenbuch digital zu führen. Die App Fuelio ist genau hierfür entwickelt worden. Über die GPS-Funktion wird die Strecke dokumentiert. Darüber hinaus kann eingetragen werden, wieviel getankt wurde. Daraus errechnet das Programm dann etwa auch den durchschnittlichen Verbrauch.

 
 
Smartphone-Apps für den Straßenverkehr
 
 

Fleet-Systeme für den PKW

 
 

Was eigentlich bislang eher vom Bereich des Flottenmanagements eines LKW-Fuhrparks bekannt war, kann heute auch für das private Auto genutzt werden. Die eingebauten Fleet-Systeme in den Transportfahrzeugen können neben der genauen Position auch minutiös Daten über das genaue Fahrverhalten aufzeichnen.

Vom genauen Beschleunigungs- und Bremspunkt über Geschwindigkeit und Fahrdauer lassen sich unzählige Informationen ermitteln. Diese lassen dann auch Rückschlüsse über den genauen Verbrauch zu. Wer diese Daten kennt, kann so etwa sein Fahrverhalten anpassen und lernen, wirtschaftlicher zu fahren. Mit Apps wie Drivo ist dies künftig auch für Autofahrer möglich.

Wer genauere Informationen über die tatsächliche Leistung seines Fahrzeugs in der Praxis erhalten will, könnte mit der App BMW M Power Meter gut bedient sein. Vor allem die tatsächliche Beschleunigung kann hier überprüft werden.

 
 

Smartphone als Erweiterung der Fahrzeugbedienung

 
 

Zwar soll das Smartphone während des Fahrens nicht bedient werden, dennoch ist eine Nutzung möglich, wenn das Gerät mit der Multimedia-Steuerung des Fahrzeugs verbunden ist. Dafür muss es sich einerseits in einer festen Halterung befinden, andererseits muss die Bedienung möglich sein, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

Apple CarPlay, Mirrorlink oder Android Auto sind die passenden Systeme, mit deren Hilfe das Smartphone zur digitalen Erweiterung mit zahlreichen neuen Funktionen werden kann. Die verschiedenen Apps lassen sich dann, wenn das Gerät mit dem Fahrzeug verbunden ist, auch mit den Multimediatasten am Lenkrad bedienen.

Auf diese Weise kann die digitale Grundausstattung des Autos um viele neue kleine Helferlein erweitert werden. Dieser Ansatz könnte in Zukunft möglicherweise auch Geld sparen. Statt einem umfassenden Gesamtpaket an allen möglichen Hilfsprogrammen lädt sich der Nutzer nur diejenigen auf sein Smartphone, die er tatsächlich braucht. Auch eine Aktualisierung der Software ist auf diesem Wege viel leichter zu bewerkstelligen.

Allerdings kochen die einzelnen Software-Anbieter hier jeweils ihr ganz eigenes Süppchen. Je nach Hersteller können dann auch nur die eigens zum System passenden Anwendungen eingesetzt werden. Hier stellt sich die Frage, ob sich die Unternehmen künftig auf einen einheitlichen Standard einigen können und wollen, um den Kunden mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Flexibilität zu bieten.

 
 

Fazit

 
 

Obwohl das autonome Fahren noch so weit entfernt scheint, wir befinden uns bereits auf dem besten Weg dorthin. Viele mobile Lösungen können unsere Fahrzeuge heute mit digitalen Anwendungen smarter machen. Die Sicherheit steht dabei jedoch an oberster Stelle. Der Knackpunkt sind die Verbindungsmöglichkeiten der Smart-Devices mit dem Fahrzeug. Um den Fahrer beim Gebrauch so wenig wie möglich abzulenken, sollte die Bedienung so einfach und intuitiv wie möglich sein. Innovative Anwendungen per Sprachsteuerung sind hier der nächste Schritt in die Zukunft.