Fahrzeugbrief - was steht drin?

Fahrzeugbrief – „Personalausweis“ fürs Auto

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Der Fahrzeugbrief ist eine amtliche Urkunde und gibt Auskunft über die technischen Daten, das Kennzeichen und den Halter des Fahrzeugs. Zudem ist der Fahrzeugbrief quasi ein Eigentumsnachweis für das betreffende Fahrzeug.

 
 

Für alle in Deutschland zulassungspflichtigen Fahrzeuge gibt es eine Zulassungsbescheinigung. Sie besteht aus zwei Teilen: dem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung I) und dem Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung II). Eine Ausnahme bilden Fahrzeuge mit einer Leistung von weniger als 11 kW (15 PS). Für sie wird auf der Zulassungsstelle nur die Zulassungsbescheinigung Teil I ausgestellt.

 
 
Wozu brauche ich den Fahrzeugbrief?
 
 

Bei jedem Fahrzeugkauf wird der Fahrzeugbrief mit ausgehändigt. Auch wenn die Urkunde in Deutschland per se keinen Eigentumsnachweis darstellt (siehe Vermerk im Feld C.4c „Der Inhaber der Zulassungsbescheinigung wird nicht als Eigentümer des Fahrzeugs ausgewiesen“), so verkörpert der Fahrzeugbrief nach ständiger Rechtsprechung jedoch das Eigentum an dem Fahrzeug bzw. beweist es. Mit anderen Worten: Der Erwerb eines Autos ohne die dazugehörige Zulassungsbescheinigung II ist unter Umständen ungültig. Zudem benötigt man den Fahrzeugbrief ohnehin bei der Zulassung auf der amtlichen Zulassungsstelle.

 
 

Fahrzeugbrief bei Leasing oder Finanzierung

 
 

Bei Finanzierungskauf oder Leasing verbleibt der Fahrzeugbrief bei der Bank oder dem Autohaus, da diese bis zur Tilgung der letzten Rate bzw. Vertragsende die rechtmäßigen Eigentümer des Fahrzeugs sind. Erst nachdem das Fahrzeug abbezahlt ist oder bei Leasing die Fahrzeugübernahme stattgefunden hat, wechselt der Fahrzeugbrief zum neuen Besitzer.

 
 
Was steht im Fahrzeugbrief?
 
 

Da der Fahrzeugbrief das Ausweisdokument für das Fahrzeug ist, ist beim Autokauf ein prüfender Blick in diese Urkunde genauso wichtig wie der Blick unter die Haube.

Neben den technischen Daten und der Betriebserlaubnis enthält der Fahrzeugbrief Angaben zur Fahrzeugart (Herstellerschlüsselnummer (HSN) und Typschlüsselnummer (TSN) ) sowie die Fahrzeug-Identifikationsnummer vom Hersteller, die früher als Fahrgestell-Nummer bekannt war. Durch diese Fahrzeug-Identifikationsnummer lässt sich jedes Fahrzeug weltweit eindeutig bestimmen. Zudem sind im Fahrzeugbrief das Datum der Erstzulassung sowie die Vorbesitzer vermerkt. Dadurch lässt sich der „Werdegang“ des Autos nachvollziehen.

Beim Autokauf ist dringend zu empfehlen, die Zulassungsbescheinigung auf Vollständigkeit zu überprüfen. Immer öfter werden falsche Fahrzeugbriefe untergejubelt. Vor allem sollten Sie misstrauisch werden, wenn der Verkäufer nicht als Besitzer im Fahrzeugbrief vermerkt ist. Denn eigentlich kann nur der aktuelle Besitzer über den Verkauf des Fahrzeugs entscheiden.

 
 

Muss ich den Fahrzeugbrief immer mitführen?

 
 

Anders als beim Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung I) muss Fahrzeugbrief nicht mitgeführt werden. Im Gegenteil: Der Fahrzeugbrief sollte sicher aufbewahrt werden und nur bei Verkauf oder Übereignung des betreffenden Fahrzeugs verwendet werden.

 
 
Was tue ich bei Fahrzeugbrief-Verlust?
 
 

Sollten Sie Ihren Fahrzeugbrief verloren haben oder wurde er ihnen gar gestohlen, sind Sie verpflichtet ein entsprechendes Ersatzdokument bei der zuständigen Zulassungsstelle zu beantragen. Falls Ihr Fahrzeugbrief gestohlen wurde, müssen Sie bei der Polizei den Diebstahl melden. Nehmen Sie die Bestätigung der Anzeige mit zur Kfz-Zulassungsbehörde.

Dort müssen Sie eidesstattlich versichern, dass Sie der Besitzer sind. Die Erklärung müssen Sie persönlich vor Ort abgeben. Nun brauchen Sie noch einen Personalausweis oder Reisepass und Ihren Fahrzeugschein.

Falls Sie Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein verloren haben, benötigen Sie den Bericht der letzten Hauptuntersuchung für die Beantragung der Ersatzdokumente.

 
 

Erforderliche Unterlagen bei Fahrzeugbrief-Verlust:

 
 
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Die Eigentumsfrage muss geklärt sein
  • Abgabe einer Versicherung an Eides Statt persönlich durch den Halter. Alternativ: Abgabe dieser Erklärung bei einem Notar
  • Gültigen Personalausweis oder Reisepass. Bei Zulassung auf Gewerbebetriebe zusätzlich aktuelle gewerbliche Meldebestätigung, bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) außerdem Auszug aus dem Handelsregister.
 
 
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