Der Führerschein und die verbundenen Kosten

Was kostet ein Führerschein?

 
 

Die Führerschein Kosten variieren von Fahrschule zu Fahrschule. Den Löwenanteil an den Gesamtkosten verursachen die Fahrstunden. Hinzu kommen zahlreiche Gebühren, zum Beispiel für die praktische Führerscheinprüfung sowie Vorabkosten für Sehtest und Passbilder. Insgesamt liegen die Kosten für einen Pkw-Führerschein zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Wer vorab die Preise von Fahrschulen vergleicht, kann durchaus sehr viel Geld sparen.

In diesem Artikel sind alle anfallenden Kosten für den Erwerb des Führerscheins gelistet. Bei den Preisen handelt es sich um Durchschnittspreise, die beim Vergleich mehrerer Fahrschulen bundesweit ermittelt wurden. Berücksichtigt bei der Berechnung wurde auch die Gebührenerhöhung 2017 für die theoretische und praktische Führerscheinprüfung.

 
 

So teuer ist der Führerschein

 
 

Als Führerscheinanwärter muss man schon tief in die Tasche greifen. Allein für die Fahrstunden fallen schon Kosten in Höhe zwischen 700 und 1.000 Euro an. 

Es lohnt sich die Preise von Fahrschulen zu vergleichen. Das bezieht sich nicht nur auf die Kosten für die Fahrstunden, sondern auch für Servicekosten. Führerscheinanwärter sollten sich z.B. informieren, welche Leistungen in der Grundgebühr enthalten sind. Die Fahrschulen sind dazu verpflichtet die Kosten transparent zu machen.

In der folgenden Übersicht sind sämtliche Kosten gelistet, die beim Erwerb eines Pkw-Führerscheins anfallen. Der Führerschein für Motorrad, Lkw oder Bus ist noch teurer (weitere Infos zu den Führerscheinklassen).

 
 

Die Anzahl der tatsächlich benötigten Fahrstunden richtet sich nach den Fähigkeiten des Fahranfängers. Vorgeschrieben sind die 12 Sonderfahrten (Autobahnfahrt, Überlandfahrt, Nachtfahrt). In der Regel muss der Fahranfänger zuvor Übungsstunden absolvieren. Je nach Talent können wenige Stunden ausreichen, bevor die Sonderfahrten absolviert werden können.

 
 

Führerschein Kosten im Überblick

Kategorie

Kostenpunkt

Kosten

Vorabkosten

Sehtest

Erste Hilfe Kurs

Führerscheinantrag

Passbilder


zusätzlich bei Führerschein mit 17

Prüfbescheinigung

Überprüfung Begleitperson

7 Euro

25 Euro

45 Euro

10 EUro



9 Euro

11 Euro

Fahrschulkosten

Grundgebühr

Lernmaterial (optional: oftmals in der Grundgebühr enthalten)

Anmeldung theor. Prüfung

Anmeldung prakt. Prüfung

Fahrstunden (durchschnittl. 24)

Sonderfahrten (mind. 12)

200 Euro

50 Euro


40 Euro

40 EUro

720 Euro

360 Euro

Prüfungkosten

22,49 Euro

91,75 Euro

Gesamt


rund 1.600 Euro (für Führerschein mit 18)

 
 

Laut Angaben des Portals Fahrschulvergleich.de benötigen Fahranfänger durchschnittlich 24 Übungsstunden. Die Kosten variieren bundesweit zwischen 20 und 45 Euro. Bei 25 € Preisdifferenz würden hier Mehrkosten von 600 Euro entstehen.

Die Preisunterschiede für Fahrstunden kommen unter anderem durch die Mietkosten und Personalkosten des Fahrschulbetreibers zustande. Deswegen sind die Fahrschulkosten in großen Städten deutlich teurer als auf dem Land.

Das Portal Fahrschulvergleich.de hat ermittelt, dass der teuerste Führerschein 2.255 Euro kostet (in Hamburg). Der günstigste Führerschein kostet 950 Euro (in Berlin).

 
 

Gebührenerhöhung 2017

2017 wurden die Gebühren für die theoretische und praktische Führerscheinprüfung um rund 1 Prozent erhöht. Die Gebühr für die Theorieprüfung betrug vormals 20,83 € und für die Praxisprüfung 84,97 €.

Hintergrund der Gebührenerhöhung sind die gestiegenen Personal- und Sachkosten bei TÜV und Dekra.

 
 
Was passiert wenn ich wiederholen muss?

Für den Fall, dass man bei einer Prüfung durchfällt, sollte man Geld zurücklegen. Die Wiederholungsprüfungen kosten genauso viel, wie die Erstprüfungen. Hinzu kommen jedes Mal die Anmeldungsgebühren.

Die Theorie- und Praxisprüfung kann beliebig oft im Abstand von 14 Tagen wiederholt werden. Zu beachten ist, dass a) dass bestandene theoretische Prüfung nur ein Jahr lang gültig ist und b) dass der Führerscheinantrag ebenfalls nach einem Jahr erneuert werden muss. Schafft man die praktische Prüfung innerhalb der Jahresfrist nicht, fallen also weitere Gebühren an.