Führerschein im Ausland - was ist zu beachten?

Internationaler Führerschein

 
 
 
 

Wer eine Urlaubsreise in ein nicht EU-Land antreten möchte, stellt sich häufig die Frage: Brauche ich zum Autofahren dort einen Internationalen Führerschein? Was dieser Führerschein ist, wer ihn braucht und woher ich Ihn bekomme erfahren Sie in diesem Artikel.

 
 

Was ist ein Internationaler Führerschein überhaupt?

 
 

Der Internationale Führerschein ist ein Zusatzdokument zum eigentlichen Führerschein. Er soll der Polizei im Ausland die Überprüfung erleichtern, ob Sie auch tatsächlich berechtigt sind, das jeweilige Fahrzeug zu führen. Die Gültigkeit des Internationalen Führerscheins ist auf 3 Jahre beschränkt. Eine Verlängerung ist leider nicht möglich. Das Dokument müssen Sie nach Ablauf der Frist neu beantragen.

 
 
Achtung
 
 

Der Internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit der jeweiligen nationalen Fahrerlaubnis gültig. Sie müssen bei Auslandsfahrten also immer beide Dokumente mitführen.

Der Internationale Führerschein hat das Format A6, sein Umschlag ist grau, die Innenseiten weiß. Für die Bedruckung der Innenseite gelten zudem strenge Regeln (Landessprache, französische Sprache, lateinische Buchstaben, u.v.m.). Das Internationale Führerschein enthält alle Angaben Ihres herkömmlichen Führerscheins, das heißt Ihren Name und Ihre Adresse und eine Listung der Fahrerlaubnisklassen mit Vermerken, für welche Klassen Sie die Fahrerlaubnis haben und für welche nicht. Ebenfalls sind im Internationalen Führerschein auch körperliche Einschränkungen des Inhabers dokumentiert, z. B. ober eine Brille tragen muss.

Bei Fahrten ins europäische Ausland ist kein Internationaler Führerschein erforderlich.

 
 
Video: So sieht der Internationale Führerschein aus
 
 
 
 

Wozu brauche ich den Internationalen Führerschein?

 
 

Außerhalb der EU ist das Mitführen eines internationalen Führerscheins grundsätzlich empfehlenswert, da viele Länder nur den Internationalen Führerschein akzeptieren.
Auto-Urlauber oder Dienstreisende werden häufig im Ausland beanstandet, wenn sie mit ihrem herkömmlichen Führerschein in eine Polizeikontrolle geraten. Denn die ausländische Polizei kennt oft die genaue Rechtslage nicht und verlangt dann den Internationalen Führerschein. Kann er nicht vorgelegt werden, werden die Urlauber oder Dienstreisenden häufig zur Kasse gebeten.

Wenn Sie um den Strafzettel nicht herumkommen, sollten Sie sicherstellen, dass auf dem Strafzettel der bezahlte Betrag und der Zahlungsgrund ersichtlich sind. Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, können Sie versuchen, den Bescheid mit Hilfe eines ausländischen Anwalts anzufechten, um so u. U. Ihr Geld zurückzubekommen.

 
 

Woher bekomme ich den Internationalen Führerschein und wie hoch sind die Kosten?

 
 

Der Internationale Führerschein kann bei den Straßenverkehrsämtern (Führerscheinstelle) beantragt werden. Teilweise nehmen auch die Bürgerämter den Antrag entgegen.

Für den Antrag benötigen Sie Ihren Deutschen Führerschein und ein biometrisches Lichtbild; außerdem Ihren Personalausweis bzw. Pass. Die Gebühr für die Erstellung des Dokuments liegt bei rund 15 Euro.

Wenn Sie noch einen alten grauen oder rosafarbenen Führerschein besitzen, wird dieser bei Beantragung des Internationalen Führerscheins automatisch in den neuen EU-Führerschein umgetauscht. . Es fallen dabei zusätzliche Gebühren an (rund 25 Euro).

 
 
Achtung
 
 

Die Ausstellung eines Internationalen Führerscheins bei gleichzeitigem Umtausch des nationalen Führerscheins kann nur persönlich beantragt werden. Eine Bevollmächtigung Dritter ist normalerweise nicht möglich.