Was benötige ich für eine Kfz-Zulassung?

Kfz-Zulassung schnell und einfach

 
 
 
 
 
 

Einfach nervig, diese Behördengänge und Amtswege! Ewig lange Wartezeiten, viele Anträge zum Ausfüllen und und und … Ja, solche Wege erledigt niemand gern! Vor allem weil hier amtsdeutsch gesprochen wird: Paragraphen, Verklausulierungen, alles wenig verständlich! Naja, wie heißt es so schön: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Bevor man mit seinem neuerworbenen Kfz nun endlich losdüsen und Spaß haben kann, muss es bei der zuständigen Kfz-Behörde erst zugelassenen werden. Damit dieser Amtsweg schneller geht, sorgen wir hier für einen nützlichen Informationsvorsprung.

 
 

Warum Kfz-Zulassung?

 
 

Seit dem 1. März 2007 gibt es die Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Darin sind einheitliche und verbindliche Regeln für die Zulassung von Fahrzeugen festgeschrieben. Wer in Deutschland ein zulassungspflichtiges Fahrzeug auf öffentlichen Straßen fahren will, muss es zur Zulassung durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde anmelden. Umgangssprachlich hat sich für die Straßenverkehrsbehörde der Name Zulassungsstelle eingebürgert.

 
 

Zulassungspflichtig sind Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h sowie bestimmte Kraftfahrzeuganhänger. Mit der Zulassung wird die Erlaubnis zum Betrieb des Kraftfahrzeugs auf öffentlichen Straßen erteilt. Ist das Fahrzeug zugelassen, erhält es ein amtliches Kennzeichen und der Fahrzeugschein für das Kfz wird ausgestellt. Desweiteren übermittelt die Straßenverkehrsbehörde die Fahrzeug- und Halterdaten an das Fahrzeugregister (ZEVIS) des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA).

 
 

Bei Neuanmeldung: Diese Dokumente sind wichtig!

 
 

Wer seine sieben Sachen zusammen hat, spart Zeit und Wege. Diese Checkliste hilft, nichts zu vergessen:

  • Versicherungsbestätigung, dass eine Haftpflichtversicherung für das Kfz abgeschlossen wurde (heute eine 7-stellige Nummer (eVB), früher auch als Doppelkarte bekannt).
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung
  • Fahrzeugbrief
  • Fahrzeugschein bzw. Abmeldebescheinigung (Nicht bei Neuwagen-Zulassung)
  • Kennzeichenschilder (Nicht bei Neuwagen-Zulassung)
  • Nachweis über die letzte Hauptuntersuchung (nicht bei Neuwagen-Zulassung)
  • Bescheinigung über Abgasuntersuchung (nicht bei Neuwagen-Zulassung)
  • Wenn eine dritte Person mit der Anmeldung beauftragt wird, eine Vollmacht des Halters sowie Personalausweis des Halters
  • Bei Firmen: Gewerbeanmeldung und Handelsregisterauszug; bei Vereinen: Auszug Vereinsregister
  • Bei Minderjährigen ist eine schriftliche Einverständniserklärung beider Eltern oder des Vormundes, Ausweisdokumente des Minderjährigen und der Eltern bzw. des Vormundes notwendig
  • Kaufvertrag bei Gebrauchtwagen-Anmeldung (einige Ämter verlangen dies)


Dennoch: wer plant, sein Fahrzeug zuzulassen, muss sich auf mehr oder weniger lange Wartezeiten einstellen. Vor allem Montags ist in den Zulassungsstellen meist die Hölle los. Dann wollen besonders viele Menschen ein Fahrzeug an-, ab- oder ummelden.
Viele Fahrzeughändler oder Autohäuser nehmen einem diesem Behördengang beim Kauf eines Fahrzeugs auch ab. Mittlerweile gibt es sogar Dienstleister, die die Kfz-Zulassung gegen Geld übernehmen. Die holen die notwendigen Papiere ab, melden das Fahrzeug an und liefern Fahrzeugschein und Kennzeichen.

 
 
Kosten
 
 

Auch bei der Zulassungsstelle gibt es nichts umsonst. Die Neuanmeldung eines Kfz stellt einen Verwaltungsaufwand dar und der kostet in Deutschland für einen Neuwagen durchschnittlich 26 Euro. Die Kosten sind nicht bundeseinheitlich festgelegt und von Zulassungsstelle zu Zulassungsstelle unterschiedlich hoch. Hinzu kommen die Kosten für die Kfz-Kennzeichen. Die liegen je nach Anbieter zwischen 15 und 30 Euro.
Bei den meisten Zulassungsstellen befindet sich auch eine Kennzeichen-Druckerei vor Ort. Man kann sich die Schilder aber auch günstiger im Internet bestellen. Auch Wunschkennzeichen sind möglich, also ein persönliches Kennzeichen, z.B. mit Initialen und Geburtsjahr. Die muss man vorab bei der Zulassungsstelle bestellen oder reservieren und das kostest 10,20 Euro extra – bundeseinheitlich. Insgesamt sind also mindestens rund 40 Euro für die Zulassung eines Neuwagens zu berappen.

 
 
Anmelden, Abmelden, Ummelden …
 
 

Es gibt weitaus mehr Möglichkeiten als nur die Zulassung eines Neuwagens. Auch Gebrauchtwagen werden gern gekauft und müssen dann zugelassen werden. Bei Wohnortswechseln müssen Ummeldungen erfolgen, vielleicht soll das Auto auch abgemeldet werden, u.s.w. Hier ein Überblick über die Kosten:

 
 

Meldeart

Preis in €

Neuzulassung

25

Anmeldung Gebrauchtwagen innerhalb des Zulassungsbezirkes

11

Anmeldung: Gebrauchtwagen innerhalb des Zulassungsbezirkes mit Halterwechsel

18

Anmeldung: Gebrauchtwagen von außerhalb des Zulassungsbezirkes ohne Halterwechsel

26

Anmeldung: Gebrauchtwagen von außerhalb des Zulassungsbezirkes mit Halterwechsel

28

Umschreibung innerhalb des Zulassungsbezirkes

20

Umschreibung aus anderen Zulassungsbezirken

30

Wunschkennzeichen

15

Wunschkennzeichen mit Reservierung

25

Abmeldung innerhalb des Zulassungsbezirkes

5

Abmeldung aus anderen Zulassungsbezirken

10

Wiederzulassung ohne Halterwechsel

10

Namens-/Adressänderung

10

Saisonkennzeichen

30

Oldtimerkennzeichen

40

Kurzzeitkennzeichen

10

Ausfuhrkennzeichen

50

Umkennzeichnung

30

Technische Änderungen

10

 
 

Zulassungsbescheinigung - Ausweis fürs Auto

 
 

Zulassungsbescheinigungen sind Ausweisdokumente für Fahrzeuge. Es gibt die Zulassungsbescheinigung Teil I und II. In ihnen sind Fahrzeugkenndaten wie PS, Nutzlast, Bereifung, Höchstgeschwindigkeit und Erstzulassung dokumentiert. Die Zulassungsbescheinigung Teil II gilt als Eigentumsnachweis, die Zulassungsbescheinigung Teil I ist zudem bei jeder Autofahrt mitzuführen. Wer sie bei einer Polizeikontrolle nicht vorzeigen kann, riskiert ein Bußgeld.

 
 

Früher gab es den Fahrzeugbrief und den Zulassungsschein. Seit dem 1. Oktober 2005 gelten jedoch EU-weit neue Fahrzeugpapiere. In Deutschland heißt der Fahrzeugschein seitdem Zulassungsbescheinigung Teil I und der Fahrzeugbrief Zulassungsbescheinigung Teil II. Am Aussehen der Dokumente hat sich grundsätzlich nichts geändert, es gibt jedoch einige inhaltliche Neuerungen. Ziel der Neuverordnung sind die Vereinheitlichung der Dokumente sowie mehr Fälschungssicherheit.

 
 

Was steht in der Zulassungsbescheinigung?

 
 

Zu den wichtigsten Angaben, die im Rahmen der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 angegeben sein müssen, gehören: Amtliches Kennzeichen, Anzahl der Vorbesitzer, Datum der Erstzulassung, Name und Anschrift des Inhabers der Zulassungsbescheinigung sowie sämtliche Angaben zum Fahrzeug - wie: Typ, Marke, Handelsbezeichnung, Farbe, Fahrgestellnummer, Hubraum, Nennleistung in PS/KW, Kraftstoffart und einige weitere.

Seit der EU-Verordnung 2005 ist es nur noch möglich eine Reifendimension für Vorder- und Hinterachse (Feld 15.1. und 15.2.) einzutragen anstatt ehemals vier. Das heißt jedoch nicht, dass keine alternative Bereifung zugelassen ist (siehe EC Certification of Conformity Punkte 32. und/oder 50.)

Viele Autofahrer haben zudem Schwierigkeiten im neuen Fahrzeugschein die Angaben zur Leistung, zur Nutzlast oder zur Erstzulassung zu finden. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Kenndaten nun durch Buchstaben- und/oder Ziffernkombinationen verschlüsselt sind. Fand sich die PS-Leistung eines Fahrzeugs im alten Fahrzeugschein unter Position 7 „Leistung in kW“ so steht sie jetzt unter Punkt P2/P4. Das Datum der Erstzulassung findet man jetzt unter Punkt B, Leergewicht und zulässiges Gesamtgewicht (Differenz = Nutzlast) unter den Punkt F.1 und G.

Am neuen Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) wird am häufigsten kritisiert, dass die Vorbesitzer und damit der „Werdegang“ des Fahrzeugs nicht mehr nachvollzierbar sind. Im alten Dokument konnten bis zu 6 Vorbesitzer namentlich dokumentiert werden. Jetzt kann lediglich nur noch die Anzahl aller Vorbesitzer vermerkt werden (Ausnahme aktueller Halter und letzter Vorhalter).

 
 
Woher bekomme ich die Zulassungsbescheinigung?
 
 

Die Zulassungsbescheinigung Teil II erhält man beim Erwerb eines zulassungspflichtigen Autos. Sie gilt als Eigentumsnachweis und ist deshalb sicher aufzubewahren. Die Zulassungsbescheinigung Teil 1 wird bei der Anmeldung des Fahrzeugs bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle ausgestellt. Dies ist mit Gebühren verbunden.

 
 

Verkehrskontrolle und Zulassungsbescheinigung

 
 

Die Polizei ist bei einer Kontrolle zur Einsicht in die Zulassungsbescheinigung I berechtigt, sie ist gemäß § 11 Abs. 5 FZV beim Fahren eines Kraftfahrzeugs ständig mitzuführen. Wer die Zulassungsbescheinigung Teil I bei einer polizeilichen Kontrolle nicht vorlegt, begeht gemäß § 48 Nr. 5 FZV eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro bestraft werden.

 
 
Verlust der Zulassungsbescheinigung
 
 

Wer seinen Fahrzeugbrief oder Fahrzeugschein bzw. seine Zulassungsbescheinigung Teil I und II verloren hat oder wem die Dokumente entwendet wurden, erhält bei seiner Zulassungsstelle Ersatz. Dazu sind bestimmte Unterlagen erforderlich, die der Zulassungsstelle vorgelegt werden müssen.

  • Personalausweis oder Pass
  • Nachweis letzte Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung
  • Fahrzeugschein bei Verlust Fahrzeugbrief
  • Fahrzeugbrief bei Verlust Fahrzeugschein
  • ggf. Gewerbeanmeldung bei gewerblicher Nutzung
  • Vollmacht bei Beauftragung Dritter
  • Diebstahlsanzeige bei Diebstahl
  • Eidesstattliche Versicherung (nur bei Fahrzeugbrief)


Wer seinen Fahrzeugschein bzw. seine Zulassungsbescheinigung Teil I verloren hat bzw. dieser wurde entwendet, ist grundsätzlich gesetzlich verpflichtet, sich einen Ersatzfahrzeugschein ausstellen zu lassen.
Bei Verlust von alten Dokumenten (Fahrzeugbrief, Fahrzeugschein), gibt es gleich die neuen Papiere – Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II.