Ablauf einer Verkehrskontrolle

Allgemeine Verkehrskontrolle – Verhaltenstipps

 
 
 
 

Wenn die Polizei zur Verkehrskontrolle bittet, wird den meisten Autofahrern ganz mulmig. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich bei einer Verkehrskontrolle am besten verhalten, damit Sie ganz schnell wieder aus der Nummer rauskommen. Vorausgesetzt, Sie haben sich nichts zu Schulden kommen lassen!

 
 

Es gibt unzählige Beiträge im Netz zum Thema Verkehrskontrolle. Meistens geht’s um Bürgerrechte und Polizeiwillkür. Deshalb eins vorweg: Nach § 36, Satz 5, StVO haben Polizisten das Recht, Verkehrsteilnehmer zur Verkehrskontrolle einschließlich der Kontrolle der Verkehrstüchtigkeit und zu Verkehrserhebungen anzuhalten. Die Verkehrsteilnehmer müssen dabei den Anweisungen der Polizeibeamten Folge leisten.

 
 

Das Recht der Polizisten ist gleichermaßen deren Pflicht, denn die Kontrollen erhöhen die allgemeine Verkehrssicherheit, und diese zu schützen ist u.a. die Aufgabe der Ordnungshüter. Allerdings haben Sie als Verkehrsteilnehmer auch Ihre Rechte und müssen sich nicht alles gefallen lassen. Generell sollten Sie bei einer Verkehrskontrolle Ruhe bewahren und höflich bleiben. Wer sich sträubt und unkooperativ verhält, zieht nicht nur die Kontrolle unnötig in die Länge, sondern riskiert u. U. auch Bußgelder.

 
 

So verhalten Sie sich richtig

 
 
  • Bei einer Verkehrskontrolle sollten Sie auf jeden Fall anhalten! Tun Sie es nicht, riskieren Sie 50 Euro Bußgeld, dazu drei Punkte in Flensburg.
  • Bleiben Sie ruhig im Auto sitzen, lassen Sie die Hände sichtbar auf dem Lenkrad und warten Sie auf die Anordnungen der Beamten.
  • Den Anweisungen der Beamten sollten Sie Folge leisten (z.B. Aussteigen, um den Polizisten die Überprüfung des Autos zu ermöglichen). Stur stellen ist kontraproduktiv und kann 20 Euro Bußgeld kosten.
  • Die Polizisten dürfen die Technik des Wagens überprüfen, HU- und AU-Plaketten, auch Kofferraum und Handschuhfach; Handys sind jedoch tabu.
  • Ausweis, Führer- und Fahrzeugschein müssen auf Verlangen vorgelegt werden. Haben Sie die Papiere nicht dabei, drohen zehn Euro Strafe, und Sie müssen die Papiere innerhalb einer Woche vorzeigen.
  • Gleiches gilt für Verbandkasten und Warndreieck. Fehlt ein Teil: fünf Euro Strafe.


Wie es in den Wald hinein schallt, so schalt es auch hinaus: Wenn Sie freundlich sind, sind es auch die Polizisten und die Verkehrskontrolle ist schnell abgehakt. Viele Verkehrsteilnehmer fühlen sich bei Kontrollen jedoch bedroht oder genötigt – aus welchen Gründen auch immer – und stellen sich stur. Natürlich können Sie beispielsweise von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen oder Alkohol- und Drogenschnelltests verweigern. Allerdings machen Sie sich damit generell verdächtig, weil es so aussieht, als hätten Sie etwas zu verbergen. Was folgt, sind dann oftmals die langwierige Blutentnahme beim Arzt und die Mitnahme aufs Polizeipräsidium. Sind sie mit dem Verhalten des Polizisten nicht einverstanden, können Sie sich mit einer formlosen Dienstaufsichtsbeschwerde beim Vorgesetzten des Beamten beschweren.