Vollkasko - was ist das eigentlich?

Was bedeutet Vollkasko bei der Kfz-Versicherung?

 
 
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Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung kann man sich zusätzlich noch für eine Vollkaskoversicherung entscheiden. Damit hat man dann den Schutz einer Teilkaskoversicherung und ist zusätzlich noch gegen Vandalismus sowie selbst verschuldete Unfallschäden versichert.

 
 

Die Vollkasko-Versicherung ist sozusagen das Rundumsorglos-Paket unter den Autoversicherungen. Sie ist kostspielig aber dafür ist man rundum abgesichert.

Die Begriffe Vollkasko und Teilkasko sind in der Regel jedem Fahrzeughalter geläufig, da so ziemlich jeder mindestens eine der beiden Versicherungen besitzt. Kasko bedeutete ursprünglich „Schiffsrumpf“ (vom Spanischen casco), da es einst um die Versicherung von Schiffen ging. Mit einer Kaskoversicherung ist heute die Versicherung eines Fahrzeugs gemeint. Der Fahrzeughalter sichert sich somit gegen Schäden am Fahrzeug ab.

 
 

Vollkasko Versicherung im Vergleich zur Teilkasko

 
 

Bei Autoversicherungen kann man sich zwischen einer Voll- und einer Teilkaskoversicherung entscheiden. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz Haftpflichtversicherung, die jeder haben muss, kann man sich so noch zusätzlich absichern.

Bei der Vollkasko sind Schäden abgedeckt, welche die Teilkasko miteinschließen. Zusätzlich ist man damit auch gegen Vandalismus, Fahrerflucht und selbst verschuldeten Unfallschäden abgesichert. Zudem zahlt eine Vollkasko auch, wenn man die Person, die den Schaden verursacht hat nicht auffindbar ist oder es sich um Kinder handelt.

 
 
Voll- und Teilkasko anschaulich erklärt:
 
 
 
 

Wonach richten sich die Kosten bei einer Vollkasko?

 
 

Die Kosten einer Vollkasko berechnen sich aus:

  • Den Beiträgen, also der Versicherungsprämie
  • Dem SF-Rabatt (siehe Schadenfreiheitsklassen)
  • Der Höhe der Selbstbeteiligung (man erklärt sich bereit, bis zu einer gewissen vorher festgelegten Summe, einen Anteil selbst zu tragen)
  • Der Typenklasseneinstufung (manche Fahrzeuge werden häufiger gestohlen als andere oder sind öfter in Unfälle verwickelt, manche verursachen im Falle eines Unfalls mehr Kosten usw.)
  • Und der Regionalklasse (Wohnort – Je nach Stadtteil oder Stadt kann eine Versicherung die Gefahr höher oder niedriger einstufen)
  • Eintrittsalter und Fahrpraxis des Versicherten sowie jährlich gefahrene Kilometer
  • Anzahl der Fahrzeugnutzer
  • Bisherige Schadensfälle
 
 

Die Vollkasko Versicherung zahlt nur dann wenn:

 
 

Bei einer Vollkaskoversicherung zahlt die Versicherung nur, wenn der Fahrzeughalter sich immer gesetzeskonform verhalten hat. Fahren ohne Fahrerlaubnis oder unter Alkohol führt beispielsweise dazu, dass sich die Versicherung weigern kann im Schadensfall zu zahlen. Daneben ist es enorm wichtig, dass man sich im Schadensfall daran hält, die Versicherung sofort zu informieren, den Unfallhergang wahrheitsgetreu aufklärt und sich verpflichtet fühlt, eine gewisse Schadensminderung selbst zu verantworten. Das heißt: Nach einem Glasbruch lässt man das Auto nicht offen herumstehen, um dann hinterher Schäden durch Regenwasser bei der Versicherung zu beklagen.

Das bedeutet, die Versicherung zahlt unter Umständen weniger oder gar nicht, wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt, wenn man Vorsatz vermuten kann oder so etwas wie illegale Rennen betrieben werden. Ausgeschlossen sind von einigen Vollkasko Versicherungen:

  • Reifenschäden
  • Erdbeben
  • Kriegsereignisse
  • Innere Unruhen und Maßnahmen der Staatsgewalt
  • Schäden durch Kernenergie
 
 
Brauche ich Vollkasko oder reicht Teilkasko?
 
 

Man muss sich immer im Einzelfall individuell entscheiden, ob man eine Teil- oder eine Vollkasko wünscht. Man muss den Umfang des Versicherungsschutzes immer in Relation zum Wert des Fahrzeugs sehen.

Die Faustregel, dass sich eine Vollkasko Versicherung nur bei Fahrzeugen, die jünger als vier Jahre sind lohnt, stimmt auch nicht in jedem Fall. Wenn man beispielsweise lange Zeit schadensfrei gefahren ist, kann es sich lohnen eine Vollkasko Versicherung zu haben, da hier die Schadenfreiheitsklassen eine Rolle spielen. So kann eine Vollkasko nicht viel teurer sein als Teilkasko und dass obwohl eine Vollkasko ein saftiges Plus an Leistungen enthält.

Das geht so weit, dass eine Vollkasko billiger sein kann als eine Teilkasko, wenn man einen sehr hohen Schadenfreiheitsrabatt haben kann durch viele Jahre unfallfreies Fahren und die Typklasse des Fahrzeugs bei der Vollkasko relativ gut eingestuft wird. Zudem gibt es Fahrzeug, die älter als vier Jahre sind und trotzdem noch einen hohem Zeitwert haben.

 
 
Ist es Pflicht, eine Vollkasko Versicherung zu haben?
 
 

Die Vollkasko Versicherung basiert auf freiwilliger Basis und sollte nur dann abgeschlossen werden wenn man sie sich auch leisten kann. Dazu sollte man mit einrechnen, dass es bei einer Vollkasko unter Umständen günstiger sein kann, kleinere Schäden selbst abzudecken, damit man in seiner Schadenfreiheitsklasse nicht zurückgestuft wird.

 
 

Wer braucht eine Vollkasko?

 
 

Vollkasko vs. Teilkasko – Vollkasko bietet sich an bei:

  • Neuwagen (und wenn das Auto mit einem Kredit finanziert wird)
  • Sehr teure Fahrzeuge
  • Fahranfänger

Wichtig ist, dass man die Entscheidung zwischen einer Voll- oder einer Teilkasko Versicherung immer wieder neu hinterfragen muss, da sich die Details, die ursprünglich für eine Vollkasko Versicherung gesprochen haben, auch wieder ändern können.

 
 
Vollkasko & Diebstahl
 
 

Eine Vollkasko Versicherung sichert auch gegen Auto Diebstahl ab. Wichtig ist, dass man den Diebstahl innerhalb einer Woche meldet und eine Anzeige bei der Polizei aufgibt. Auch der Leasinggeber oder die finanzierende Bank sollte entsprechend informiert werden. Sollte das Auto innerhalb eines Monats gefunden werden, muss man es wieder in Besitz nehmen, insofern das zumutbar ist.