Alkohol am Steuer- Don't drink and drive!

Alkohol am Steuer - Promillegrenzen und Strafen

 
 
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Alkohol am Steuer: Je nachdem wie hoch die Blutalkoholkonzentration ist (Promille), fallen die Strafen aus. Wird unter Alkoholeinfluss ein Unfall verursacht, drohen Führerscheinentzug und sogar Gefängnis. Die strafrelevanten Grenzen sind 0,3, 1,1 und 1,6 Promille. Hier erfahren Sie über Bußgelder, Strafen und weitere Konsequenzen beim Fahren unter Alkoholeinfluss.

Bußgeld und Punkte für das Fahren von Kraftfahrzeugen unter Alkoholeinfluss gemäß
Bußgeldkatalog.

 
 

Bußgeldkatalog: Fahren unter Alkoholeinfluss

Die folgende Tabelle zeigt die Strafen für Alkohol am Steuer mit Angabe der relevanten Promillgrenzen. Weiter unten im Text finden Sie nähere Erläuterung zu den einzelnen Strafmaßnahmen wie Fahrverbot, Führerscheinentzug und MPU

Das tatsächliche Strafmaß wird immer im Einzelfall entschieden. Es ist abhängig von der Vorgeschichte des Verkehrssünders (wie viele Verkehrsverstöße wurden bereits begangen).

 
 
Verstoß
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
Fahren mit 0,3 bis 0,5 Promille mit Anzeichen von Fahrunsicherheit
Bußgeld 500 €
Punkte 2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
... mit Unfallfolge
Bußgeld variabel
Punkte 3 Punkte
Fahrverbot Fahrverbot (variabel), Führerschein- entzug oder Freiheitsstrafe möglich
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze (ab 0,5 Promille) (erster Verstoß)
Bußgeld 500 €
Punkte 2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze (ab 0,5 Promille) (zweiter Verstoß)
Bußgeld 1000 €
Punkte 2 Punkte
Fahrverbot 3 Monate
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze (ab 0,5 Promille) (dritter Verstoß)
Bußgeld 1500 €
Punkte 2 Punkte
Fahrverbot 3 Monate
Alkoholfahrt mit absoluter Fahruntüchtigkeit (Schlangenlinienfahrt) mit mindestens 1,1 Promille im Blut oder mehr (Straftat)
Bußgeld variabel
Punkte 3 Punkte
Fahrverbot Fahrverbot (variabel), bis 5 Jahre Führerschein- entzug; Freiheitsstrafe möglich
 
 

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten.
Quelle: Bundesverkehrsministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

 
 

Wie viel Promille habe ich?

 
 

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die durchschnittliche Blutalkoholkonzentration (BAK) im Körper bei der Aufnahme bestimmter Mengen diverser alkoholischen Getränke.

Wichtig: Es handelt sich um Richtwerte. Auf jeden Körper wirkt Alkohol unterschiedlich und jeder Mensch verträgt unterschiedliche Mengen. Exakt kann die BAK nur durch unmittelbare Messung erfolgen.

 
 

Menge Alkoholischer Getränke

BAK (Promillewert)

Wirkungen

0,33 l Bier
0,2 l Wein

< 0,2

- enthemmende Wirkung
- Steigerung der Redseligkeit

0,6 - 1,0 l Bier
0,5 l Wein

 0,5 - 1,0

- enthemmende Wirkung,
- Selbstüberschätzung
- Nachlassen der Reaktionsfähigkeit

1,5 - 2,7 l Bier
1 - 1,5 l Wein

1,0 - 2,0

- deutliche Angetrunkenheit
- beginnende Ataxie
- verminderte Sehleistung
- Aggressivität nimmt zu, ebenso die Uneinsichtigkeit

3 - 5 l Bier
2-3 l Wein

2,0 - 3,0

- Trunkenheit, Rausch, starke Ataxie
- Denk- und Orientierunstörungen
- später teils Amnesie

sehr hoher Alkoholkonsum
(harte alkoholische Getränke)

ab 3,0

- schwerer Rausch
- Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit
- Lebensgefahr durch Atemlähmung
- Aspiration von Erbrochenem und Unterkühlung

sehr hoher Alkoholkonsum
(harte alkoholische Getränke)

6,0 - 8,0

- meist tödlich

 
 
Blutalkoholwert: Berechnungs - Formel: Alkohol im Blut
 
 

Abhängig vom Fettanteil im Körpergewebe werden nur 60 bis 80 Prozent des Gesamtkörpergewichts zur Berechnung herangezogen. In konkreten Fall als Mittelwert 70 Prozent (0,7). Bei Männern multipliziert man mit Faktor 0,7 bis 0,8 bei Frauen mit 0,6 bis 0,7.

 
 
Formel zur Berechnung der Blutalkoholkonzentration im Körper
 
 

Ein Liter Bier mit 4,8 % vol. enthält 48 g Alkohol. Ein Liter Schnaps mit 38 % vol. enthält 380 g Alkohol. Ein Mann mit 90 kg, der ein Liter Schnaps getrunken hat, hat demnach 2,96 Promille Blutalkohol. Bei einem Liter Bier sind es 0,37 Promille.

 
 
Online Promillerechner sind mit Vorsicht zu genießen

Nach dem Alkotest-Automaten in der Disco, den Einwegtests aus der Apotheke gibt es nun auch Promillerechner online. Im Internet findet man zahlreiche Webseiten mit Alkoholtests. Allerdings funktionieren diese Promillerechner nur über die freiwillige Angabe von persönlichen Daten. Durch Informationen wie Alter, Geschlecht, Körpergröße und Gewicht sowie Getränkeart und Trinkmengen berechnen die Online-Alkotests die Blutalkoholkonzentration. Doch Vorsicht: Es handelt sich hierbei nur um ungefähre Werte für gesunde Erwachsene. 

Die Angaben sollten keinesfalls dazu dienen, um darüber zu entscheiden, ob man noch Auto fahren darf oder nicht.

 
 
Gefahr durch Restalkohol
 
 

Häufig gibt es nach durchzechter Nacht am Folgetag ein böses Erwachen. Wer dann ins Auto steigt, kann noch erheblichen Restalkohol haben. Pro Stunde werden etwa 0,1 Promille abgebaut. Wer sich um Mitternacht mit 2,0 Promille schlafen legt und morgens um 8 Uhr zur Arbeit fährt, hat also noch 1,2 Promille intus. Der Führerschein wäre dann weg.

 
 

 
 

Weiterführende Infos zum Thema Promillegrenzen

 
 
 
 

Ab wann ist Fahren unter Alkohol eine Straftat?

 
 

Im Strafgesetzbuch § 16 gibt es den Passus „Trunkenheit im Verkehr“. Der besagt, wer vorsätzlich oder fahrlässig ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge von Alkoholgenuss nicht mehr dazu in der Lage ist, wird mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Als Fahrzeug gelten dabei alle Beförderunmittel im öffentlichen Verkehr, also auch Fahrräder oder sogar Rollstühle.

Vorsätzlich heißt, der Fahrer ist sich voll und ganz bewusst, nicht mehr fahrtüchtig zu sein. Fahrlässig heißt, der Fahrer hält sich noch für fahrtüchtig.

Mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Wer sich in dem Zustand hinter das Steuer setzt, begeht eine Straftat.

Es gibt noch die relative Fahruntüchtigkeit. Die ist bei Promillewerten zwischen 0,3 und 1,1 gegeben. Steigt man in diesem Zustand ins Auto, handelt es sich per se noch nicht um eine Straftat. Die ist jedoch in dem Moment gegeben, wenn Sie alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigen wie Kurvenschneiden, Schlangenlinien fahren oder in der Dunkelheit ohne Licht fahren.

Bei Fahrradfahrern liegt der Grenzwert für absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille.

 
 

Fahrverbot und Führerscheinentzug

 
 

Bei einer Verurteilung nach § 316 StGB wird regelmäßig auch die Fahrerlaubnis entzogen (§ 69 Abs. 2 Nr.2. StGB). Hier wird angenommen, dass der Fahrer aufgrund der Alkoholfahrt nicht zum Führen eines Fahrzeugs geeignet ist. Außerdem wird eine Sperrfrist zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von mindestens 6 Monaten bis zu 5 Jahren festgesetzt. Anschließend muss die Fahrerlaubnis neu beantragt werden. Hat der Verkehrssünder die 1,6 Promillegrenze erreicht, muss er zusätzlich ein medizinisches-psychisches Gutachten (MPU) dafür vorlegen.
Es gibt nur wenige Umstände die helfen könnten einem Führerscheinentzug zu entgehen:

  • Alkoholverabreichung ohne Wissen des Betroffenen
  • Unerfahrenheit mit Alkohol
  • Notfall

Bei Delikten unterhalb der 1,1 Promillegrenze ohne Unfall erhält der Verkehrssünder ein Fahrverbot.

 
 
Richtiges Verhalten bei Alkoholkontrolle (Anwaltsempfehlungen)
 
 

Vorab ist es natürlich dringend ratsam nicht unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren. Sollten Sie dennoch fahren und in eine Alkoholkontrolle geraten bzw. einen Unfall verursachen, helfen diese Verhaltensregeln sich nicht zusätzlich zu belasten.

  • Freundlich den Anweisungen der Polizisten bei der Kontrolle folgen
  • Keine Untersuchungen wie Nase Finger Probe mitmachen
  • Schweigen ist Gold
 
 

0,0 Promillegrenze in der Probezeit

 
 

Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Alkohol am Steuer gilt als A-Verstoß und bedeutet im günstigsten Fall Punkte in Flensburg, Bußgeld, Nachschulung und Probezeitverlängerung. Beim Strafmaß darüber hinaus drohen die gleichen Konsequenzen wie bei Nicht-Fahranfängern.

Fahranfänger, die die 0,0 Promillegrenze nicht eingehalten haben, zahlen 250 €uro Bußgeld und erhalten 1 Punkt in Flensburg.

 
 

Promillegrenze für Radfahrer

 
 

Betrunken Rad fahren kann gravierende Folgen haben. Nicht zuletzt droht eine Strafanzeige und der der Entzug der Fahrerlaubnis.

Entscheidend sind zwei Dinge:

  • der gemessene Promillewert
  • die Fahrweise

Bis 1,5 Promille Blutalkohol und unauffälliger Fahrweise passiert dem Radfahrer gar nichts. Fährt der Radfahrer allerdings Schlangenlinien muss er schon bei einem Promillewert ab 0,3 mit harten Konsequenzen rechnen – 2 Punkte in Flensburg und mehrere Hundert Euro Bußgeld.
Ab 1,6 Promille Blutalkohol wird Strafanzeige gestellt. Der Radfahrer muss ein hohes Bußgeld zahlen, erhält 3 Punkte in Flensburg und Fahrverbot. In der Regel wird auch eine MPU angeordnet. 

In Härtefällen droht der Entzug der Fahrerlaubnis. Unter Umständen kann sogar das Radfahren untersagt werden.

Für Fahranfänger mit Führerschein auf Probe gilt die strikte 0,0 Promillegrenze fürs Rad übrigens nicht. Jedoch wer alkoholisiert Rad fährt, muss mit den genannten Konsequenzen rechnen.

 
 

Härtere Strafen für Wiederholungstäter

 
 

Für Verkehrssünder, die wiederholt wegen Alkohol am Steuer auffallen, werden die Strafen in der Regel verdoppelt. Außerdem kann eine MPU beantragt werden. Werden Sie beispielsweise zum zweiten Mal mit 0,5 Promille erwischt, ist die Anordnung einer MPU der Regelfall.

Neben dem Bußgeld kann auch das Fahrverbot verdoppelt werden bzw. die Sperrfrist zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.

Auch verjähren Alkoholdelikte im Straßenverkehr nicht bereits nach einem Jahr. 2 Punkte für Alkohol am Steuer bleiben 5 Jahre auf Ihrem Flensburger Punktekonto. Werden Sie innerhalb der 5 Jahre erneut erwischt, gelten Sie als Wiederholungstäter.

 
 
Verstoß
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
Wiederholungstat (Alkohol am Steuer)
Bußgeld 1000 €
Punkte 2
Fahrverbot 3 Monate
Dritte Tat (Alkohol am Steuer)
Bußgeld 1500 €
Punkte 2
Fahrverbot 3 Monate
 

Fahren unter Alkohol auf Privatgrundstück

 
 

Wer glaubt, er darf alkoholisiert auf einem Privatgrundstück fahren, ist auf dem Holzweg. Denn auch ein Privatgelände stellt einen öffentlichen Verkehrsraum im straßenverkehrsrechtlichen Sinne dar. Vorausgesetzt, es kann von jedem beliebigen Verkehrsteilnehmer ohne Beschränkung benutzt werden.
Typische Beispiele sind:

  • Kunden- und Besucherparkplätze von Betrieben oder Supermärkten
  • Betriebsgelände

Anders verhält es sich mit dem eigenen Privatgrundstück im Sinne von Hinterhof. Hier gilt nicht die StVO. Jedoch muss es vor dem unbefugten Zutritt Dritter gesichert sein durch geeignete Absperrmaßnahmen.

 
 

Fahren unter Alkohol mit Unfall – diese Konsequenzen drohen

 
 

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle beim Strafmaß für Fahren unter Alkohol mit Unfallfolge.

  • Ist der Verkehrssünder Ersttäter oder Wiederholuntäter?
  • Hat er vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt?
  • Wie hoch war der Schaden?
  • Wurden Personen verletzt oder gar getötet?
  • Wie hoch war die Blutalkoholkonzentration?

Bei einem Ersttäter wird neben Bußgeld und Punkten eine Geldstrafe in Höhe von mindestens 30 bis 40 Tagessätzen (Monatsgehalt) verhängt. Je höher der verursachte Schaden, desto höher wird die Geldstrafe ausfallen.

Hinzu kommt das Fahrverbot bzw. ggf. Führerscheinentzug. In schwerwiegenden Fällen ist auch eine Freiheitsstrafe möglich.

Verursachen Sie bei Ihrer Alkoholfahrt einen Unfall mit Todesfolge, werden Sie wegen fahrlässiger Tötung gemäß § 222 StGB angeklagt. Es drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Eine Bewährungsstrafe ist nicht möglich, weil hier eine besondere Schwere der Tat vorliegt.

Zusätzlich gibt es Fahrverbot und 3 Punkte in Flensburg. Die Frist zur Verjährung für fahrlässige Tötung im Straßenverkehr beträgt 10 Jahre.

Werden Personen bei einer Alkoholfahrt verletzt, ist der Straftatbestand der fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr gegeben (§ 229 StGB). Auch hier drohen Geldstrafe oder Freiheitstrafe von bis zu 3 Jahren. Hinzu kommen Fahrverbot und Punkte in Flensburg, ggf. der Entzug der Fahrerlaubnis.

Bei Verdacht auf fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung wird grundsätzlich von den Behörden ermittelt. Hier muss nicht erst ein Strafantrag (von privat) gestellt werden. Steht die Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit Alkoholkonsum, wiegt die Straftat besonders schwer und wird hart sanktioniert. Dies verstärkt sich noch, wenn der Verkehrssünder obendrein noch Fahrerflucht begeht und den Eindruck erweckt, sich der Strafe entziehen zu wollen

 
 
Verjährung bei Alkohol am Steuer
 
 

Bei Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer muss in der Regel eine MPU absolviert werden. Nur bei Bestehen der MPU gibt es die Fahrerlaubnis zurück.

Alternativ kann man 15 Jahre warten. Nach fünf Jahren wird der Eintrag zur Anordnung der MPU in der Verkehrsbehörde gelöscht. Ab dann beginnt die MPU-Verjährunfrist von 10 Jahren, sobald man sich innerhalb der ersten 5 Jahre nichts zu Schulden kommen lässt.

Nach Ablauf der 15 Jahre kann der Führerschein ohne MPU neu beantragt werden. Allerdings muss er dann komplett neu gemacht werden (theoretische und praktische Fahrprüfung).

 
 
Promillegrenzen im Ausland
 
 

Für Verkehrsdelikte gilt generell, dass sie grenzüberschreitend verfolgt werden können, zumindest innerhalb der EU-Staaten.

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über Promillegrenzen im Ausland und die Strafen für Alkohol am Steuer.

Land

Promillegrenze

Bußgeld & Strafen

USA

0,8 bis 1,0

600 $ bis 2.500 $
Mehrtägige bis mehrmonatige Gefängnisstrafen;
Je nach Bundesstaat unterschiedlich

Estland

0,0 Promille

0,1 - 0,24 Promille: - 385 € oder 1 - 6 Monate Fahrverbot;
0,25 - 0,74 Promille: - 1.154 € o. HS o. 1.Jahr Fahrverbot;
ab 0,75 Promille:  oder HS bis zu 3 Jahren

Rumänien

0,0 Promille

90 - 200 € und Fahrverbot von 90 Tagen

Slowakei

0,0 Promille

230 - 1000 €; Fahrverbot bis zu 5 Jahren

Tschechien

0,0 Promille

975 - 1.950 € / 1 - 2 Jahre Fahrverbot

Norwegen

0,2 Promille

0,2 - 0,5 Promille:  670 - 1250 €;
0,5 - 1,5 Promille: Geldstrafe, Fahrverbot und/oder Haftstrafe;
1,5 und mehr Promille: Geldstrafe, Fahrverbot & Haftstrafe

Polen

0,2 Promille

0,2 - 0,5 Promille:  bis 1.212 € / 6 Mon. - 3 Jahre Fahrverbot;
ab 0,5 Promille:  wird vom Gericht festgelegt / Fahrverbot von 1 - 10 Jahren, ggfl. HS bis zu 2 Jahren

Schweden

0,2 Promille

0,2 Promille - 0,49 Promille: 40 Tagessätze;
0,5 Promille - 0,59 Promille: 50 Tagessätze;
0,6 Promille - 0,69 Promille: 60 Tagessätze;
0,7 Promille - 0,79 Promille: 80 Tagessätze;
0,8 Promille - 0,89 Promille: 90 Tagessätze;
0.9 Promille - 0,99 Promille: 100 Tagessätze;
(Tagessätze: je nach Einkommen zwischen 35 € - 700 €);
Über 1 Promille: HS von 1 Mon. - 2 Jahren

Bosnien- Herzegowina

0,3 Promille

Geldstrafe ab 150 €

Serbien

0,3 Promille

Geldstrafen ab 60 - 321 €

Belgien

0,5 Promille

0,5-0,8 Promille:  137,50 - 2.750 €, FV für 3 Std.;
über 0,8 Promille:  400 - 11.000 €, FV ab 6 Std.

Bulgarien

0,5 Promille

Geldstrafe ab 200 €

Dänemark

0,5 Promille

0,5 - 1,2 Promille: Promillezahl x Nettomonatseinkommen (NME);
ab 0,8 Promille: Fahrverbot
ab 1,2 Promille:  = Promillezahl x NME;
ab 2,0 Promille: ein Nettoarbeitslohn + Fahrverbot;
min. 12 Mon. (ggfls. 20 Tage Haft bzw. sozialer Dienst);

Finnland

0,5 Promille

0,5 - 1,2 Promille: hohe;
über 1,2 Promille: hohe  und/oder 2 Jahre Haftstrafe, ggf. Fahrverbot

Frankreich

0,5 Promille

0,5 - 0,8 Promille:  135 - 750 €;
ab 0,8 Promille:  bis 4.500 €, Einzug des Führerscheins & Fahrverbot bis 3 Jahren und / oder Haftstrafe bis 2 Jahre

Griechenland

0,5 Promille

0,5 - 0,8 Promille:  bis 78 €;
0,8 - 1,1 Promille:  bis 156 € & 3 Mon. Fahrverbot;
ab 1,1 Promille:  bis 624 €, HS - 2 Mon. und / oder Fahrverbot bis 6 Monate

Island

0,5 Promille 

438 - 1000 €; Fahrverbot ab  1 Monat bis hin zu lebenslänglicher Haftstrafe

Italien

0,5 Promille 

0,5 - 0,8 Promille: 500 - 2.200 €, 3 - 6 Monate Fahrverbot oder 1 Monat Haftstrafe;
0,8 - 1,5 Promille: 800 - 3500 €, 6 - 12 Monate Fahrverbot oder 3 Monate Haftstrafe;
ab 1,5 Promille: 1.600 - 6.600 €, 1 - 2 Jahre Fahrverbot oder 6 Monate Haftstrafe;
bei Zahlung innerhalb von 60 Tagen beträgt die Strafe in der Regel ein Viertel der Maximalstrafe

Irland

0,5 Promille 

0,5 - 0,8 Promille  200 €, 3 Punkte 6 Monate Fahrverbot

Kroatien

0,5 Promille  

bis 0,5 Promille:  bis 96 €;
0,5 - 1 Promille:  130 - 180 €;
1 - 1,5 Promille:  176 - 688 €;
ab 1,5 Promille:  688 - 2063 €;
Fahrverbot von 8 Tagen für ausländische Fahrer möglich

Lettland

0,5 Promille   

0,2 - 0,5 Promille: 142 - 284 €, 3 Monate Fahrverbot;
0,5 - 1,0 Promille: 284 - 425 €, 6 Monate Fahrverbot;
1,0 - 1,5 Promille: 566 €, 1 Jahr Fahrverbot und / oder 5 -10 Tage Haftstrafe;
ab 1,5 Promille :  708 €, 2 Jahre Fahrverbot oder 10 - 15 Tage Haftstrafe

Litauen

0,5 Promille   

0,41 - 1,5 Promille:  289 - 434 €, 12 - 18 Mon. FV
1,51 - 2,50 Promille:  578 - 867 €, 24 - 36 Mon. FV
ab 2,50 Promille:  578 - 867 €, 2 - 3 Jahre FV
Bei Sachbeschädigung o. Personenschaden:  1156 - 1445 € & 3 - 5 Jahre Fahrverbot!

Luxemburg

0,5 Promille   

0,5 Promille - 0,8 Promille: Geldstrafe 145 €;
0,8 Promille - 1,2 Promille: Geldstrafe von 25 - 500 €;
ab 1,2 Promille:  bis 10000 € und / oder Haftstrafe & Entzug des Führerscheins

Mazedonien

0,5 Promille   

0,51 - 0,99 Promille:  250 €, 3 - 6 Mon. Fahrverbot;
1,0 - 1,49 Promille:  300 €, 6 - 9 Mo. Fahrverbot;
1,5 - 1,99 Promille:  350 €, 9 - 12 Mon. Fahrverbot;
ab 2,0 Promille:  400 € / 12 Mon. Fahrverbot;
Verweigerung eines Alkoholtest: 500 €, 12 Monate Fahrverbot
 

Niederlande

0,5 Promille   

Nur für Fahranfänger: 0,21 - 0,5 Promille  250 €;
0,51 - 0,8 Promille: 250 €;
0,81 - 1,0 Promille: 350 €, 6 Monate Fahrverbot für Fahranfänger;
1,01 - 1,15 Promille: 450 €, 6 Monate Fahrverbot für Fahranfänger;
1,16 - 1,3 Promille: 550 €; 6 Monate Fahrverbot für Fahranfänger;
ab 1,3 Promille: GS & HS wird vom Gericht festgelegt

Österreich

0,5 Promille   

0,5 - 0,79 Promille:  300 - 3.700 € o. NS & 3 Monate Fahrverbot;
0,8 - 1,19 Promille: 800 - 3.700 €, min. 1 Monate Fahrverbot;
1,2 - 1,59 Promille: 1.200-4.400 €, min. 4 Monate Fahrverbot & NS;
ab 1,6 Promille: 1.600 - 5.900 €, min. 6 Monate Fahrverbot, NS,  amtsärztliches Gutachten und verkehrspsychologische Stellungnahme

Portugal

0,5 Promille   

0,5 - 0,8 Promille:  250 - 1.250 €, 1 Monat - 1 Jahr Fahrverbot;
ab 0,8 Promille:  500 - 2.500 €, 2 Monate - 2 Jahre Fahrverbot

Schweiz

0,5 Promille   

0,5 Promille - 0,7 Promille: ab 422 €;
0,70 Promille - 0,8 Promille: ab 563 €;
0,80 Promille -1,2 Promille: ab 10 Tagessätze nach Einkommen;
1,20 Promille - 2 Promille:  ab 20 Tagessätze;
ab 2 Promille:  ab 60 Tagessätze

Slowenien

0,5 Promille   

bis 0,5 Promille (bei Fahrunsicherheit): 180 €;
0,51 - 0,8 Promille:  450 €;
0,81 – 1,1 Promille:  570 €;
ab 1,1 Promille: ab 950 € und / oder Fahrverbot

Spanien

0,5 Promille   

0,5 - 1,2 Promille:  301 - 600 €, Haftstrafe möglich;
ab 1,2 Promille:  360 – 72.000 € je nach Einkommen, Haftstrafe  oder / und 31 – 90 Tage gemeinnützige Arbeit

Türkei

0,5 Promille   

Geldstrafe und / oder Haftstrafe

Zypern

0,5 Promille   

Geldstrafe und Fahrverbot werden durch Gericht festgelegt

Großbritannien

0,8 Promille

bis 6.000 € und / oder 6 Monate Haftstrafe und 12 Monate Fahrverbot möglich

Malta

0,8 Promille

Geldstrafe oder Haftstrafe bis 3 Monate, sowie Fahrverbot bis 3 Monate;
Bei Wiederholung: max. 6 Monate Fahrverbot;
Bei höher Alkoholisierung entscheidet das Gericht

 
 
Fazit
 
 

Alkohol am Steuer zieht empfindliche Strafen nach sich. Das Strafmaß richtet sich hauptsächlich nach Promillegrenzen. Aber auch Begleitumstände und die persönliche Vorgeschichte des Verkehrssünders spielen eine Rolle.

Bei absoluter Fahruntüchtigkeit ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat. Das trifft auch bei weniger Blutalkoholkonzentration zu, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen, wie Schlangenlinien fahren, auftreten.

Mögliche Strafen sind neben Punkten in Flensburg, hohen Bußgeldern und Fahrverbot auch Geldstrafe oder Gefängnisstrafe. Wird der Verkehrssünder mit 1,6 Promille und mehr erwischt, muss er zur MPU um seine Fahrerlaubnis wiederzuerlangen.

Besonders hart fallen die Strafen aus, wenn unter Alkoholeinfluss Unfälle mit Personenschaden verursacht wurden. Die Behörden ermitteln dann wegen des Verdachts auf fahrlässiger Körperverletzung bzw. Tötung

Zur Strafe durch die Behörden kann eine hohe finanzielle Belastung kommen. Denn die Versicherung wird bei Fahren unter Alkohol nur teilweise oder gar nicht zahlen, sodass der Fahrer den angerichteten Schaden selbst tragen muss.

Im Ausland wird Alkohol am Steuer teils noch empfindlicher bestraft als in Deutschland. In Europa gelten Promillegrenzen von 0,0 bis 0,5.