Anschnallen ist Pflicht

Anschnallpflicht für Autofahrer

 
 
Fulda Schwarzfahrgarantie Premio Aktion
 
 
Fulda Schwarzfahrgarantie Premio Aktion
 
 

Seit 1970 besteht in Deutschland eine Anschnallpflicht für Fahrer und Beifahrer und seit 1976 sogar für alle Mitfahrer im Pkw. Laut § 21a StVO gilt: Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein.

 
 

Häufig kommt auch die Frage auf, wer zahlt, wenn der Beifahrer oder die Mitfahrer nicht angeschnallt sind? Der Fahrzeugführer oder der jeweilige Mitinsasse? Grundsätzlich ist jeder erwachsene Mensch für sich selbst verantwortlich. Das gilt auch beim Anschnallen. Nur bei Kindern oder Menschen, die nicht selbst für sich entscheiden können, besteht Sorgfaltspflicht für den Fahrzeugführer. Es kann jedoch nicht schaden, als Fahrer die Beifahrer anzuhalten, sich anzuschnallen.

 
 

Video: Gut verständlicher Film rund um das Thema Anschnallen

 
 

Es gibt aber auch Ausnahmen bei der Gurtpflicht:

 
 
  • Taxifahrer und Mietwagenfahrer bei der Fahrgastbeförderung
  • Personen beim Haus-zu-Haus-Verkehr, wenn sie im jeweiligen Leistungs- oder Auslieferungsbezirk regelmäßig in kurzen Zeitabständen ihr Fahrzeug verlassen müssen
  • Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit wie Rückwärtsfahren, Fahrten auf Parkplätzen
  • Fahrten in Kraftomnibussen, bei denen die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist
  • das Betriebspersonal in Kraftomnibussen und das Begleitpersonal von besonders betreuungsbedürftigen Personengruppen während der Dienstleistungen, die ein Verlassen des Sitzplatzes erfordern
  • Fahrgäste in Kraftomnibussen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t beim kurzzeitigen Verlassen des Sitzplatzes
 
 

Der Sicherheitsgurt rettet Leben

 
 

Es gibt mehrere Arten von Sicherheitsgurten. Je nach Anzahl der Punkte, an denen der Insasse mit der Karosserie verbunden ist, teilt man die Gurte in Zweipunkt- bis Sechspunkt-Gurte ein.

Um eine zu starke Einschränkung des Bewegungsspielraums zu vermeiden und für die Bequemlichkeit werden in Fahrzeugen, die für den Straßenverkehr vorgesehen sind, Dreipunktgurte verwendet, bei Fahrzeugen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen wie etwa Rennfahrzeugen werden Fünf- oder Sechspunktgurte eingesetzt.

Der Dreipunkt-Sicherheitsgurt wurde vor fünfzig Jahren von Volvo entwickelt und hat sich seitdem unzählige Male als Lebensretter bewährt. Wie andere Sicherheitsgurte auch hält er die Insassen bei einem Aufprall im Autositz zurück und verhindert somit, dass sie aus dem Fahrzeug geschleudert werden oder im Auto durcheinanderwirbeln und sich gegenseitig verletzen. Zudem dehnen sich die Gurte bei einem Aufprall, um die Druckeinwirkung auf den Insassen zu verringern und die Verletzungsgefahr zu minimieren.
Seitdem es den Airbag gibt, ist das Anschnallen wichtiger denn je: Seinen höchstmöglichen Schutz bietet dieser nur, wenn sich der Insasse im ausreichenden Abstand dazu befindet. Ist dies nicht der Fall, kann der Airbag sogar tödlich sein, da er durch seine schnelle Entfaltung schwere Brust- und Gesichtsverletzungen verursachen kann.

 
 

Bußgeld bei fehlendem Sicherheitsgurt

 
 

Wer nicht angeschnallt ist und erwischt wird, zahlt 30 Euro Bußgeld. Bei der Sicherung von Kleinkindern ist der Gesetzgeber noch strenger. Ein nichtangeschnallter Kindersitz kostet 35 Euro. Wird das Kind weder in einem Kindersitz transportiert noch angeschnallt, sind 40 Euro fällig und es gibt einen Punkt in Flensburg.

Siehe auch:
Bußgelder für Anschnall- und Kindersicherungspflicht