Albtraum für Autofahrer

Richtiges Verhalten beim platten Reifen

 
 
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Reifenplatzer

Der Albtraum für jeden Autofahrer: Ein Reifenplatzer auf der Autobahn

 
 

Das ist der Albtraum für jeden Autofahrer: Ein Reifenplatzer auf der Autobahn. Wer hier nicht richtig reagiert, bezahlt den platten Reifen mit seinem Leben. Damit es erst gar nicht dazu kommt, helfen wenige Maßnahmen um den Reifen zu schonen und lange haltbar zu machen.

 
 
 
 

Richtiges Verhalten bei einer Reifenpanne

 
 

Ein platter Reifen ist eine der häufigsten Ursachen für eine Reifenpanne. Reifen verlieren jedoch meistens nicht schlagartig die Luft sondern langsam. Diese Anzeichen deuten auf einen bald platten Reifen:

  • Veränderte Fahrgeräusche (lautes Rollgeräusch)
  • Schwammige, ungenaue Lenkung


Bei solchen Veränderungen sollten Sie die Geschwindigkeit drosseln und schnellstmöglich rechts ranfahren.

Ist der Reifen tatsächlich platt bzw. hat zu wenig Luft, lassen Sie Fahrzeug stehen und sichern es wie bei einer Panne bzw. einem Unfall mit Warnblinklicht und Warndreieck. Bitte auch nicht vergessen, die Warnweste anzuziehen.

Alternativ, wenn sich ein Rastplatz oder eine Tankstelle in unmittelbarer Nähe befindet, können Sie mit dem Wagen langsam dorthin weiterfahren.

 
 

Keine heftigen Lenkbewegungen bei Reifenplatzer

 
 

Kommt es zum Reifenplatzer, gilt es Ruhe zu bewahren. Halten Sie das Lenkrad fest, fahren Sie geradeaus weiter, lenken Sie allenfalls gefühlvoll dagegen und verringern Sie die Geschwindigkeit.

Keinesfalls sollten Sie das Fahrzeug übersteuern und mit heftigen Lenkbewegungen reagieren. Dann verlieren Sie die Kontrolle und es kommt zum Unfall.

Das folgende VIDEO zeigt, wie Sie beim geplatzten Fahren weiterfahren können.

 
 

VIDEO Verhalten beim geplatzten Reifen

 
 
 
 

Reifenwechsel richtig durchführen

 
 

Ein Reifenwechsel ist mit ein wenig handwerklichem Geschick keine große Sache. Allerdings ist der Reifenwechsel auf offener Straße nicht ganz ungefährlich, besonders auf der Autobahn und auf der linken Fahrzeugseite.

Grundsätzlich ist der Reifenwechsel auf offener Straße erlaubt, vorausgesetzt das Fahrzeug ist richtig gesichert. Sonst bringen Sie sich und andere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr. Nebenbei droht auch noch ein Bußgeld bis zu 75 Euro und 1 Punkt in Flensburg.

Befolgen Sie beim Reifenwechsel folgende Anleitung

  • Gang einlegen
  • Motor ausschalten
  • Handbremse anziehen
  • Radmuttern lockern
  • Wagen aufbocken (mit Wagenheber)
  • Rad wechseln
  • Muttern festziehen
  • Wagen ablassen
  • Radmuttern erneut festziehen
 
 

ACHTUNG: mit dem Ersatzrad dürfen Sie maximal 50 km fahren und zwar langsam und behutsam. Fahren Sie am besten auf direkten Weg zur nächsten Werkstatt. Das Ersatzrad ist nur für den Notfall gedacht.

 
 

VIDEO: Do it Yourself, der perfekte Reifenwechsel

 
 
 
 

Kein Ersatzrad dabei, was nun?

 
 

Mit einem platten Reifen sollten Sie keinesfalls einfach weiterfahren. Maximal erlaubt sind kleinste Distanzen im Schritttempo, zum Beispiel bis zur Tankstelle, wenn die in unmittelbarer Nähe ist.

Die meisten Neuwagen heutzutage haben gar kein Ersatzrad oder Notrad mehr. Stattdessen sind die Fahrzeuge ausgestattet mit Reifen, mit denen man auch ohne Luft weiterfahren kann. Oder man greift zu Reparatur-Sets, die den kaputten Reifen innerhalb weniger Minuten wieder fahrtüchtig machen.

Sogenannte Runflat-Reifen haben verstärkte Seitenwände. Damit können Sie auch ohne Luft mit maximal Tempo 80 km/h noch 150 Kilometer weit fahren. Ist der Reifen platt leuchtet die Kontrollleuchte im Bordcomputer und der Fahrer muss sein Fahrverhalten anpassen.

Mittlerweile gibt es sogar sich selbst reparierende Reifen. Reifen mit DuraSeal-Technologie haben in der Lauffläche eine gelartige Gummimischung. Bei Beschädigung fließt das Gel in das Loch und dichtes es ab. Luft kann nicht mehr entweichen. Das funktioniert jedoch nur bei kleineren Löchern. Bislang gib es DuraSeal Reifen nur für Nutzfahrzeuge.

Mit einem Reparatur-Set können Sie den platten Reifen schnell wieder flott machen. Für kleine Reifen gibt es druckgasgetriebene Dosen, die ein Dichtmittel in den Reifen pumpen. Der Fremdkörper sollte vorher entfernt werden. Eine langsame Weiterfahrt ist so möglich.

Mit einen Pannenset wird der Reifen abgedichtet und mit einem kleinen Kompressor, der am Zigarettenanzünder angeschlossen wird, kann Luft aufgefüllt werden. Auch hier handelt es sich nur um eine Notreparatur. Sie sollten schnellstmöglich die nächste Werkstatt aufsuchen. Entweder kann der Reifen noch fachmännisch repariert werden oder er muss komplett ausgetauscht werden. 

 
 

HINWEIS: Pannensets sind StVO-zugelassen, jedoch nur für die notdürftige Reparatur geeignet. Wer einen Plattfuß allerdings mit einem Reparatur-Sets flickt, muss danach umgehend in eine Werkstatt fahren.

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StZVO) besagt nämlich, dass es sich bei der Reparatur eines Reifens um einen „Eingriff in ein relevantes Sicherheitsteil“ handelt. Daher darf nur ein Fachmann entscheiden, ob ein Reifen noch fahrtüchtig ist oder nicht.

Außerdem müssen Pannensets regelmäßig auf das Verfallsdatum geprüft werden. Abgelaufene Reparatursets funktionieren nicht mehr richtig. Das gilt auch für Ersatzräder. Checken Sie regelmäßig, ob der Luftdruck noch stimmt und das Gummi nicht porös geworden ist.

 
 

Wie eine Reifenpanne verhindern?

 
 

Die meisten Reifenpannen passieren durch Fremdkörper: durch Steine, Nägel, Glasscherben, etc. Durch vorausschauende Fahrweise können solche Gegenstände auf der Fahrbahn eventuell erkannt und noch rechtzeitig umfahren werden.

Latente Ursachen für platte Reifen sind:

  • Falsche Lagerung
  • Zu wenig / zu viel Luftdruck
  • Falsche Montage
  • Anecken an Bordsteinkannten
  • Ruppige Fahrweise (Fahrt durch Schlaglöcher)

Achten Sie auf die richtige Reifenlagerung, passen Sie Ihre Fahrweise den Straßengegebenheiten an und überprüfen Sie regelmäßig den Reifenluftdruck. So vermeiden Sie Langzeitschäden und erhöhen die Lebensdauer Ihrer Reifen.

 
 

Platter Reifen Kosten

 
 

Eine der meistgestellten Fragen zum Thema Reifenpanne ist die, was eine Reifenreparatur kostet. Der Preis hängt von mehreren Faktoren ab.

Wenn Sie den Reifenwechsel selbst vornehmen, haben Sie nur die Materialkosten. Ein herkömmlicher Sommerreifen (205/55 R16) kostet zwischen 50 und 100 Euro.

Eine fachmännische Reifenreparatur in der Werkstatt kostet um die 50 Euro. Meist wird der platte Reifen jedoch aus Sicherheitsgründen durch einen neuen Reifen ersetzt. Die Montage in der Werkstatt kostet um die 10 Euro zzgl. Der Kosten für den Reifen.

Für ein handelsübliches Pannenset mit Dichtungsmittel und Kompressor bezahlt man um die 30 Euro.

Runflat-Reifen sind nur etwas teurer als herkömmliche Reifen. Allerdings ist der Spritverbrauch mit ihnen höher. Wodurch die langfristig gesehen, die Kosten deutlich höher ausfallen. 

 
 

FAZIT

 
 

Bei einem platten Reifen haben Sie mehrere Optionen. Grundsätzlich sollten Sie darauf vorbereitet sein.

Das Ersatzrad ist die sicherste Lösung. Es bietet uneingeschränkte Mobilität, nimmt jedoch Platz weg und erhöht den Kraftstoffverbrauch.

Das Notrad ist ein schmales Rad, das man nur mit geringer Geschwindigkeit fahren kann und schnellstmöglich ersetzen sollte.

Pannensets sind nur für die notdürftige Reparatur gedacht. Sie können nur bei einer Beschädigung der Lauffläche eingesetzt werden. Eine Weiterfahrt ist nur bis zur nächsten Werkstatt zulässig.

Gleiches gilt auch bei den Run-Flat-Reifen. Sie kosten zudem mehr als herkömmliche Reifen und Sie müssen Komforteinbußen hinnehmen.