Ursachen und Vermeidung von Staubildung

Wie entsteht ein Stau auf der Autobahn?

 
 
 
 
 
 

Der Stau aus dem Nichts ist kein Mythos. In der Verkehrsforschung ist nachgewiesen, dass mangelnder Abstand und damit verbundenes anormales Bremsverhalten einen Stau auslösen kann. Nicht immer ist also ein Unfall, starkes Verkehrsaufkommen oder eine Baustelle der Grund für Staubildung.

 
 

5 Gründe für Staus

 
 

Staus entstehen durch:

  1. Überlastung der Straße (zu viel Verkehr)
  2. Starke Geschwindigkeitsunterschiede
  3. Zu dichtes Auffahren
  4. Baustellen
  5. Unfälle
 
 

Hauptursache Nummer 1 für eine Staubildung ist schlicht und ergreifend Überlastung. Die meisten Staus bilden sich deshalb in der Urlaubszeit. Zu bestimmten Stoßzeiten, etwa bei Ferienbeginn, sind viele Autobahnen dicht.

Zu viele Autos bedeuten in der Folge zu hohe Geschwindigkeitsunterschiede und zu dichtes Auffahren. Das verschlimmert die Situation noch.

Würden Sie alle Autos mit derselben Geschwindigkeit fahren, gäbe es keine Staus. Ideal wäre ein Tempo von 85 km/h, rät Professor Michael Schreckenberg für Physik von der Uni Duisberg Essen. Damit wäre die höchste Verkehrsdichte realisierbar.

Auch Baustellen und Unfälle führen meistens zu Blockaden auf der Straße. Bei Unfällen wird abgebremst und gegafft. Nachfolgende Fahrzeuge müssen ebenfalls abbremsen, eine Kettenreaktion wird in Gang gesetzt. Bei Baustellen mit Spursperrung ist es das von den meisten Autofahrern nicht beherrschte Reißverschlussverfahren, das den Stau verursacht.
Häufig kommt alles zusammen: Hohes Verkehrsaufkommen auf Autobahnen mit Baustellen. Durch falsches Verhalten kommt es zu Auffahrunfällen, die Autobahn wird zusätzlich blockiert.
Im Folgenden Abschnitt erfahren Sie, wie Sie fahren müssen, um Staus zu vermeiden bzw. nicht zu verschlimmern.

 
 
Fahrregeln, um Staus zu vermeiden:
 
 

Wenn Sie folgende Regeln beherzigen, kommen Sie besser durch den Stau bzw. tragen dazu bei, dass ein Stau gar nicht erst entsteht.

 
 

1. Halten Sie den Sicherheitsabstand ein!

 
 

Mangelnder Abstand zum Vordermann ist ein großes Sicherheitsrisiko, das mit hohen Bußgeldern bestraft wird. Durch einen zu geringen Abstand, reicht der Bremsweg nicht mehr aus und es kommt zum Auffahrunfall.

Wenn der Abstand zu gering ist, wird häufiger scharf gebremst, um einen Auffahrunfall gerade noch zu vermeiden. Das Wiederanfahren benötigt mehr Zeit und der Verkehrsfluss wird behindert. Bei den nachfolgenden Fahrzeugen ist es das gleiche Spiel. Es wird also eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, und so entsteht ein Stau. Dies kann übrigens auch schon beim leichten Abbremsen passieren.

 
 

2. Wenden Sie das Reißverschlussverfahren richtig an!

 
 

In der § 7 Abs. 4 STVO ist das Reißverschlussverfahren, auch Einfädelungsverfahren genannt, genau definiert:

„Ist auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder endet ein Fahrstreifen, ist den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, dass sich diese Fahrzeuge unmittelbar vor Beginn der Verengung jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug einordnen können.“

Das heißt, erst am Ende der Fahrspur fädeln sich die Verkehrsteilnehmer in die freie Spur ein. Und zwar im Wechsel Fahrzeug blockierte/verengte Spur, Fahrzeug freie Spur usw. Die Verkehrsteilnehmer auf der freien Spur sind verpflichtet, die Verkehrsteilnehmer auf der blockierten Spur einfahren zu lassen.

Verkehrsschild Einfädeln
 
 
 

Trotzdem machen es die meisten Autofahrer falsch. Sie fädeln schon lange vor der Fahrbahnverengung ein und behindern dadurch den Verkehrsfluss. Die Verlangsamung findet so schon lange vor der Spurverengung statt. Umgekehrt ist zu beobachten, dass Autofahrer, die es richtig machen und bis kurz vor das Spurende fahren, dann nicht reingelassen werden. Dieses Verhalten kann 20 Euro Bußgeld kosten. Es kann sogar auf den Straftatbestand der Nötigung hinauslaufen.

 
 
3. Wechseln Sie nicht dauernd die Spur!
 
 
Viele Autofahrer wechseln bei stockendem Verkehr häufig die Spur, um schneller vorwärts zu kommen – ein Kardinalsfehler! Sie gewinnen dadurch keine Zeit. Im Gegenteil: Durch den Spurwechsel werden andere Autofahrer zum unnötigen Bremsen gezwungen. Der Verkehrsfluss wird zusätzlich behindert.
 
 
4. Gaffen Sie nicht!
 
 

Ein Unfall als solches ist schon schlimm genug. Fast noch schlimmer sind die Gaffer. Durch das Abbremsen sind sie ein Verkehrssicherheitsrisiko und provozieren Folgeunfälle.

Deshalb: Zügeln Sie Ihre Neugier und fahren Sie an der Unfallstelle/Pannenstelle vorbei. Konzentrieren Sie sich auf das Geschehen auf der Straße vor Ihnen.

 
 
5. Bleiben Sie konzentriert!
 
 

Wer auf der Straße träumt und sich nicht auf den Verkehr konzentriert, gefährdet den Verkehr.

Das gilt besonders für stockenden Verkehr: Wer hier unaufmerksam wird, gerät häufiger in die Situation stark abbremsen zu müssen. Die Gefahr von Auffahrunfällen steigt, wodurch sich der Stau zeitlich und räumlich verlängert.

Für eine bessere Konzentrationsfähigkeit, achten Sie beim Autofahren auf ausreichend frische Luft und eine gerade Sitzposition.

 
 

Stauregeln – So verhalten Sie sich richtig im Stau

 
 

Wenn es Sie doch einmal erwischt und Sie im Stau landen, sollten Sie diese Regeln anwenden, um den Verkehrsfluss nicht zusätzlich zu behindern und unnötig lange im Stau zu stehen.

 
 
  • Ruhig bleiben
    Das letzte, was Sie im Stau gebrauchen können ist Stress. Behalten Sie die Nerven, besonders bei großer Hitze oder starker Kälte. Stress ist belastend, die Konzentration und Widerstandsfähigkeit leidet. Dadurch steigt wiederum das Unfallrisiko. Wird die Anspannung zu groß, drängeln die Kinder, fahren Sie auf den nächsten Park- oder Rastplatz und machen Sie ausgiebig Pause.

    Getestet: Die besten Raststätten an Deutschlands Autobahnen

  • Rettungsgasse bilden
    Ist der Stau noch frisch und ein Unfall dir Ursache, werden in Kürze Einsatzfahrzeuge eintreffen. Damit diese zügig zur Unfallstelle kommen, müssen Sie dazu beitragen zügig eine Rettungsgasse zu bilden. Achten Sie also auf den Hinterverkehr und ob Sie ein Martinshorn hören.
    Bei der Bildung der Rettungsgasse gilt: Auf zweispurigen Autobahnabschnitten wird die Gasse in der Mitte gebildet, auf dreispurigen zwischen der linken und der mittleren Fahrbahn.

  • Nicht sofort abfahren
    Nicht immer führt die Umgehungsstrecke schneller zum Ziel. Warum? Die Umgehung ist oftmals weiträumig und wird von vielen genutzt. Die Gefahr ist hoch, dass Sie von einem Stau in den nächste fahren. Der ADAC empfiehlt daher erst ab einer prognostizierten Staulänge ab 3 km die Umgehungsstrecke zu nutzen.

  • Einfädeln lassen
    Wenden Sie das Reißverschlussverfahren richtig an (siehe oben).

  • Nicht aussteigen
    Wenn Sie im Stau stehen, dürfen Sie das Auto grundsätzlich nicht verlassen, es sei denn zur Unfallsicherung. Wer auf die Toilette muss oder sein Kind wickeln will, muss bis zum nächsten Park- oder Rastplatz weiterfahren.
    Sie behindern sonst die Weiterfahrt und möglicherweise eintreffende Rettungskräfte und riskieren 10 Euro Verwarngeld.

  • Keine Spurwechsel
    Bleiben Sie auf Ihrer Spur. Das Lückenfahren verschlimmert den Stau nur noch.

  • Zwei Wagenlängen Abstand
    Vermeiden Sie es abrupt zu bremsen und wieder Gas zu geben. Bleiben Sie möglichst in Bewegung. So tragen Sie zur Stauauflösung bei. Dies erreichen Sie, indem Sie zwei Wagenlängen Abstand halten.

  • Verkehrsfunk hören
    Zu jeder halben und vollen Stunde gibt es im Radio aktuelle Staumeldungen mit Informationen zu Staulänge, Ursache und mögliche Alternativrouten. So bleiben Sie auf dem Laufenden und können entsprechend handeln.
    Haben Sie einen Beifahrer im Auto, kann sich dieser auch via Smartphone über den Stau informieren.
    Überblick: Die besten Stau-Apps und Stauseiten

  • Zügig weiterfahren, aber nicht rasen
    Wenn der Stau vorbei ist, versuchen viele Autofahrer, die verlorene Zeit wieder einzuholen. Raserei bringt Sie jedoch nicht sicher ans Ziel. Sie riskieren, selbst einen Unfall zu verursachen. Fahren Sie einfach zügig und konzentriert weiter.
 
 

Staukalender – diese Reisetage sollten Sie vermeiden

 
 

Staukalender helfen Ihnen, besser am Reiseziel anzukommen. Der ADAC gibt zum Beispiel für jedes Jahr einen Staukalender raus. Googeln Sie einfach nach „staukalender“ im Internet und Sie erhalten eine entsprechende Auswahl von Anbietern.

Im Staukalender sind die Tage mit verstärktem Verkehrsaufkommen, mit Stau und längeren Staus vermerkt. Es handelt sich um Prognosen, berechnet aus den Daten der vergangenen Jahre. Typischerweise sind dies Tage, an denen Ferien beginnen bzw. enden oder verlängerte Wochenenden durch Feiertage.

ADAC Staukalender
An diesen Tagen sollten Sie nicht auf bestimmte Autobahnen. Um welche es sich handelt, können Sie ebenfalls aus dem Staukalender entnehmen. Dort sind die staugefährdeten Strecken im Straßenatlas markiert.

Zum ADAC Staukalender (PDF)

 
 

Staunews – die besten Apps und Stauseiten

 
 

CHIP, das IT-Fachmagazin, hat mehrere Apps und Internetseiten zum Thema Staumeldung unter die Lupe genommen und empfiehlt folgende 5 Apps und Webseiten:

 
 

ADAC Routenplaner ADAC Maps

Kostenlose Web App mit Anzeige von Staus weltweit. Routenplaner mit Anzeige von Baustellen, Restaurants, Tankstellen mit Benzinpreisen und Wetterinformationen.

Hier gehts zur APP

 

Stau Mobil App

Kostenlose App für iOS und Android mit allen aktuellen Staus auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen. Mit Prognose für Stauentwicklung in den kommenden Stunden.

Hier gehts zur APP

 

TOMTOM Verkehrsmeldungen

Kostenlose Web App mit Anzeige von Verkehrsstörungen und Staus. Gezielte Suche nach Verkehrsbehinderungen in bestimmten Gebieten. Anzeige auf Karte und in Listenform mit Details zu Lag, Länge und Dauer der Verkehrsbehinderung. Kundenkonto benötigt.

Hier gehts zur APP

 

Verkehrsinfo.de

Verkehrsinfoportal mit Infos über Staus und Blitzer in Deutschland.

Hier gehts zur Webseite

 
 
 
Tipps – so überstehen Sie einen Stau bei starker Hitze oder Kälte
 
 

Stau alleine ist schon schlimm. Kommt starke Hitze oder Kälte dazu, kann es richtig brenzlig werden. Mit diesen Tipps kommen Sie gut durch die Straßenverstopfung bei extremen Temperaturen.

 
 

Bei Hitze:

  1. Fahren Sie an heißen Tag am besten in der Nacht. Parken Sie ihr Auto vor Fahrtantritt im Schatten, damit es sich nicht aufheizt. Wenn Sie dann im Stau stehen halten sich die Temperaturen in Grenzen.

  2. Prüfen Sie, ob genug Kühlflüssigkeit im Auto ist, damit ihr Wagen in der Hitze nicht schlapp macht. Den Motor können Sie vor Überhitzung auch schützen, indem Sie die Heizung auf höchste Stufe voll aufdrehen. So wird dem Motor Hitze entzogen.

  3. Stellen Sie die Klimaanlage richtig ein: maximal 6 Grad unter Außentemperatur. So fangen Sie sich keine Erkältung ein.

  4. Sorgen Sie für ausreichend Getränkevorrat, wenn Sie in der Hitze fahren. Die Getränke sollten Zimmertemperatur haben, denn bei gekühlten Getränken muss der Körper den Temperaturunterschied ausgleichen und schwitzt mehr.

  5. Bringen Sie einen Sonnenschutz an den Seitenscheiben an.

  6. Tragen Sie helle Kleidung, die sich nicht aufheizt durch die Sonneneinstrahlung.
 
 

Bei Kälte:

  1. Versorgen Sie sich mit Decken und zusätzlicher warmer Bekleidung vor Reiseantritt. Ziehen Sie sich bei Bedarf mehrere Kleidungsstücke übereinander an (Zwiebelprinzip).

  2. Nehmen Sie Heißgetränke mit (Tee, Kaffee) und kalorienreiche Nahrung.

  3. Wenn nicht genügend Decken und Kleidung zum Wärmen vorhanden sind, halten Sie Arme und Beine gymnastisch in Bewegung.

  4. Lassen Sie die Heizung laufen. Dabei wird jedoch Kraftstoff verbraucht. Das müssen Sie bei längeren Staus dringend einkalkulieren.
 
 

Bußgelder bei Fehlverhalten im Stau

 
 
Verstoß
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
Standstreifen befahren, um schneller zur Ausfahrt zugelangen
Bußgeld 75 Euro
Punkte 1 Punkt
Fahrverbot
Auf Standstreifen gehalten
Bußgeld 35 Euro
Punkte
Fahrverbot
Auf Standstreifen geparkt
Bußgeld 70 Euro
Punkte 1 Punkt
Fahrverbot
Handy bei laufendem Motor benutzt (siehe Handyverbot)
Bußgeld 60 Euro
Punkte 1 Punkt
Fahrverbot
Mit dem Motorrad durch Staukolonne geschlängelt
Bußgeld 100 Euro
Punkte 1 Punkt
Fahrverbot
Spritmangel: Auto im Stau trocken gefahren und Verkehr behindert
Bußgeld 20 Euro
Punkte
Fahrverbot
Rettungsgasse nicht gebildet, Einsatzfahrzeuge behindert
Bußgeld 20 Euro
Punkte
Fahrverbot
Aussteigen auf der Autobahn
Bußgeld 10 Euro
Punkte
Fahrverbot
 
 
Zahlen und Fakten zum Thema Stau
 
 

Nur geringer Zeitverlust
Bei stockendem Verkehr beträgt der Zeitverlust etwa eine Minute pro Kilometer. Bei einer Staulänge von 5 km benötigen Sie also nur 5 Minuten Fahrzeit mehr. Diese Formel gilt jedoch nur für zähfließenden Verkehr (nicht für Stopp & Go oder Stillstand).


1,1 Millionen Kilometer Stau im Jahr
Rekordjahr 2015: Laut ADAC Staubilanz gab es 2015 so viele Autobahnstaus wie nie zuvor in Deutschland. Gezählt wurden rund 568.000 Staus. Macht zusammen etwa 1,1 Millionen Kilometer Staulänge. Das entspricht rund 25 Erdumrundungen.


Nordrhein-Westfalen ist Stauland

NRW ist Spitzenreiter in der Staubilanz. Ein Drittel aller Staumeldungen Deutschlands werden im bevölkerungsreichsten Bundesland gemeldet. Kein Wunder bei so vielen Menschen und Autos.


Freitag ist Stautag

Besonders geduldig müssen Autobahnfahrer beim Start ins Wochenende sein. Der Freitag ist laut ADAC der staureichste Wochentag mit durchschnittlich 4000 Kilometern Stau. Die wenigsten Staus gab es übrigens an den Wochenendtagen Samstag und Sonntag (2015).


76 Stunden Zeitverlust
Durch Staus in und rund um Köln betrug der Zeitverlust im Jahr 2012 insgesamt 76 Stunden. Ein Autofahrer, der also jeden Tag auf Kölns Straßen ganztägig unterwegs gewesen wäre, hätte mehr als 3 Tage länger gebraucht, um ans Ziel zu kommen. Spitzenreiter war 2012 übrigens Warschau mit mehr als 100 Stunden Zeitverlust (Quelle Statista).

Untersuchungen von Karl Otto Schallaböck vom "Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH" zufolge beträgt der durchschnittliche Zeitverlust pro Tag und Autofahrer in Deutschland jedoch nur 1 bis 2 Minuten.


1 Prozent mehr Spritverbrauch
Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch pro Fahrzeug bei Stopp & Go und Stau beträgt etwa 1 Prozent. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sind also eher bescheiden.


Standstreifen ist tabu
Um schneller zur nächsten Autobahnausfahrt zu gelangen, dürfen Sie nicht auf dem Standstreifen rechts an einem Stau vorbeifahren. Ausnahme: Durch Beschilderung ist der Standstreifen freigegeben oder ein Polizist gibt die Anweisung


Sonntag bester Tag zum Fahren

Am Sonntag ist der wenigste Verkehr. Lkw haben Fahrverbot und behindern nicht den Verkehrsfluss. Wer lange Strecken fahren muss, macht sich am besten in den Abendstunden auf den Weg.


Jede 3. Verkehrsfunkmeldung ist falsch
Tatsächlich sollte man nicht blind auf die Staumeldungen aus dem Radio vertrauen. Bis der Radiosender die Information über den Stau erhält und sie halbstündlich weitergibt, kann der Stau sich schon wieder aufgelöst haben.
Idealerweise achtet man auf beides: Radio und Navi bzw. Stauapp, um sich auf dem Laufenden zuhalten.


Kurzes Abbremsen kann einen Stau auslösen
Der Mythos ist wahr: Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bereits die Aktion eines einzelnen Autofahrers einen Ketteneffekt auslösen kann. Bremst der erste Autofahrer ab, verlangsamt sich das Tempo der nachfolgenden Fahrzeuge. Dies kann mehrere Fahrzeuge weiter sogar zum völligen Stillstand führen. bis hin zum Stau.


Zwölf Tage und 100 Kilometer
Unglaublich: Den zeitlich längsten Stau der Welt gab es 2010 in China. 100 Kilometer staute sich der Verkehr einfach durch zu hohes Verkehrsaufkommen, vor allem durch Lkw. Zwölf Tage dauerte es, bis die Straße wieder frei war.

In Frankreich kam es im Februar 1980 auf der Autobahn zwischen Lyon und Paris zu einem Stau mit 176 Kilometern Länge. Rekord!

Der bislang längste Stau in Deutschland war rund 170 Kilometer lang und ereignete sich auf der A 7 Hamburg Richtung Dänemark im Jahr 1993.


Stau im Tunnel
Bei Stau im Tunnel sollten Sie den Motor abschalten (bei Stillstand). Bleiben Sie im Fahrzeug und achten Sie auf Radioansagen, Infotafeln und Anweisungen des Personals. Bei einem Unfall suchen Sie die nächste Notrufstation auf, um die Situation zu schildern.


Kein Stau auf Ameisenstraßen
Übrigens, Ameisen, die in Kolonnen laufen, verursachen keinen Stau. Die Insekten passen ihre Geschwindigkeit dem Vordermann an. So ergeben sich gleichmäßige Durchschnittsgeschwindigkeiten.


Bett auf der Fahrbahn
Es ist schon kurios, was alles einen Stau verursachen kann. Hier ein Auszug aus den kuriosesten Verkehrsmeldungen:

  • Vorsicht bei Poppenhausen: Gefahr durch ein Bett auf der Fahrbahn
  • A 96 Lindau/München: Gefahr durch 4 Kamele auf der Fahrbahn
  • A6 Mannheim Richtung Heilbronn: 2 km Stau wegen einer Sportveranstaltung auf dem rechten Fahrstreifen
 
 
Video: Staumythen
 
 
 
 
Häufig gestellte Fragen zum Thema Stau
 
 
  • Darf ich im Stau telefonieren?
    Ja. Aber nur bei abgestelltem Motor oder über die Freisprechanlage.

  • Darf ich im Stau den Standstreifen benutzen?
    Nein. Nur im Notfall oder bei einer Panne.

  • Darf ich im Stau rechts überholen?
    Ja, wenn die linke Spur blockiert ist oder die gefahrene Geschwindigkeit dort unter 60 km/h beträgt. Die Differenzgeschwindigkeit darf beim Überholen jedoch maximal 20 km/h betragen.

  • Wie lang ist der Stau auf der A7?
    Die aktuelle Staulänge auf der A7 entnehmen Sie bitte der Verkehrsinformation. Wir empfehlen die Seite www.verkehrsinfo.de